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Das der BVB sich für die Menschenrechte einsetzt ist allseits bekannt, warum es den BVB dann aber nach Dubai verschlägt ist mir ein Rätsel. In der offiziellen Pressemitteilung heißt es am Schluss

„Trotz lukrativer Angebote hat der BVB übrigens mehrere Testspiel-Offerten aus Ländern ausgeschlagen, in denen die Menschenrechts-Situation nicht mit den Maßstäben von Borussia Dortmund in Einklang zu bringen bzw. eine offene Diskussion über das Thema Menschenrechte nicht möglich ist.“

Nun lehnt man Testspiele aus Ländern, in denen die Menschenrechte nicht groß geschrieben werden kategorisch ab, reist aber mit der kompletten Mannschaft in ein Land, das von Menschenrechten mal so gar nix hält. Die Diskriminierung von Homosexuellen gehört in Dubai noch zu den harmlosesten Sachen, wenn gleichauf auch als sehr negativ zu bewerten. Immer wieder sterben Gastarbeiter in Dubai, weil Sie unter schwersten Arbeitsbedingungen arbeiten müssten ohne ausreichend Sicherheit.

Aber auch der Lohn ist dort menschenunwürdig, Menschenrechtsorganisationen bezeichnen die Praxis als „moderne Sklaverei“ und meinen es dabei sogar noch gut. Human Rights Watch sieht das Hauptproblem darin das Fehlen einer Zivilgesellschaft in Dubai. Es gebe niemanden, der Menschenrechtsverletzungen überwachen und kritisieren würde.

Wer versucht Streiks zu organisieren, wird aus dem Land geworfen, möchte man als Arbeiter freiwillig die Arbeit beenden, ist dies nicht möglich, da die Pässe einkassiert wurden. Es ist Sklaverei. Die Trainingszentren in Dubai wurden eben mit jener Ausbeutung und Menschenrechtsverletzung hergestellt, die Zentren über die der BVB bald laufen wird, wissentlich das dort Arbeiter für einen Hungerlohn gearbeitet haben ohne jegliche Rechte, Arbeitssicherheit oder ausreichend Freizeit und Freiheit.

Lieber BVB,

Testspiele gegen Gegner aus fragwürdigen Ländern abzusagen ist ein guter Schritt, aber auf einem Rasen zu laufen, der mit widerwertigen Methoden bepflastert wurde und für den die Menschen jegliche Würde hergeben mussten finde ich persönlich weitaus schlimmer.

Ich hoffe auf ein Umdenken, damit die Aktionen rund um die Menschenrechte nicht nur Scheinheiligkeit und Imageaufbesserungen sind, sondern ernsthafte Interaktionen für die auch eigene Vorteile und Bedürfnisse hinten angestellt werden.

Die Frage ist ja, würden in Nordkorea die optimalsten Bedingungen sein, würde man dann auch dort hingehen? Weil viel besser als Nordkorea ist die Menschenwürde in Dubai auch nicht.

Es ist passiert, der Terror hat nicht nur Europa erreicht, nein, er hat auch die Fußballstadien erreicht. Ein ziemlich sicherer Ort wird plötzlich ohne Vorwarnung unsicher, viel mehr noch, es wurde ein Spiel abgesagt.

Ich heiße Matthias und habe keine Angst vor dem Terror, aber ich wohne auch in einem sehr abgelegen Dorf mit vielleicht 1.000 Einwohnern und weiß, dass hier so schnell kein Terrorist herkommt um etwas in die Luft zu jagen. Würde ich in Hamburg, Berlin oder München wohnen, wäre das sicher ganz anders.

Wenn ich zum Fußball gegangen bin, war dies immer ein Moment in dem ich alle Sorgen, Ängste und andere Dinge die mich beschäftigen vergessen konnte. Für den Moment im Stadion zählte nur mein Verein, meine Unterstützung und das feiern von Siegen und das analysieren von Niederlagen. Ich stehe oder sitze da neben meinen Freunden, die genau wie ich, für diesen Moment den Alltag vergessen, sich wohl fühlen und einfach gute Laune haben.

Viele von uns fühlen sich auch in den eigenen vier Wänden sicher, in dem Ort in dem Sie leben. Das Problem ist, das jeder Mal vor die Tür muss und auch möchte. Ein Musical in Hamburg, ein Theaterbesuch in München oder durchs Regierungsviertel schlendern in Berlin. In den Gedanken stehen jetzt die Eindrücke von Paris und Hannover, jeder geht mit einem anderen Gefühl los, guckt wer sich verdächtig verhält, bei wem der Rucksack größer als normal ist.

Jetzt trifft es den geliebten Fußball, eine Volkssportart in vielen Ländern und die Terroristen betreten ein Gebiet, das Sie zuvor immer verschont haben. Naja und plötzlich ist auch der Fußball ein unsicherer Ort geworden, ein Stadionbesuch könnte Folgen haben, die wir uns nicht mal ansatzweise vorstellen können.

Ist das Panikmache oder falsche Angst? Ja, vielleicht, aber es sind auch die Gedanken und Gefühle die einem jetzt in den Kopf schießen. Wenn der BVB am 29.11 den VFB Stuttgart empfängt wird das Stadion ausverkauft sein, es wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein sehr sicherer Ort sein, aber wir werden trotzdem mit einem anderen Gefühl auf der Südtribüne stehen, im Westen sitzen oder auf der Nord.

Was uns die Terroristen nicht nehmen können ist unsere Vereinsliebe, denn sobald der Schiedsrichter anpfeift, vergessen wir wieder für einen Moment die Sorgen und Ängste die wir haben, dann zählt nur der Verein, die Mannschaft und das wir siegreich sind. Wir lassen uns den Spaß nicht nehmen, aber wie vieles im Leben haben uns diese Vorfälle eine kleine Wunde in unsere Seele gerissen, die dafür sorgt, dass wir nun vorsichtiger sind….

In diesem Sinne, passt auf euch auf. HEJA BVB!

Das Dortmund ein Rassismus Problem hat ist nicht erst seit SS-Siggi bekannt. Dass es jetzt Daniel Lörcher trifft, der seines Zeichens sehr engagiert in der Anti-Rassismus Thematik arbeitet ist daher nicht verwunderlich. Daniel ist Fanbetreuer beim BVB und leistet großartige Arbeit, die einigen wenigen Vollpfosten auf die Füße tritt. Am Sonntag wurde er dafür im Stadion von rechtsorientierten Idioten angefeindet. Natürlich in Form eines Spruchbandes, die Täter dieser feigen Tat werden nun ermittelt.

Es sind Anfeindungen die auch ich zu genüge kenne, nicht so öffentlich wie es bei Daniel passiert ist, aber schon sehr aggressiv und umfassend. Seit vielen Jahren betreuen wir als Fanclub unser Anti-Rassismus Projekt. Dieses beinhaltet auch, dass wir uns oft zu aktuellen Geschehnissen zu diesem Thema äußern und uns ausdrücklich davon distanzieren. In Folge dessen kam es zu Drohanrufen, Pöbelmails oder Anfeindungen in diversen Foren.

Als 1.Vorsitzender klingelte natürlich immer mein Telefon. Es waren Anrufe dabei mit Sätzen wie „Dich Muslimfreund bringen wir zur Strecke“ oder auch ganz kreative Sachen wie „Wir werden dich an der Moschee aufhängen“. Ich freue mich ehrlich gesagt über diese Anrufe, weil wir dadurch auch sehen können dass wir etwas erreichen. Zumal diese Anrufe auch meiner Belustigung dienen. Dem Typen der mich an der Moschee aufhängen wollte konnte ich mit auf den Weg geben, dass man mit mangelnder Intelligenz nicht mal einen Haken an die Wand kriegt. Er schrie dann noch „Heil Hitler“ und lag auf.

Jetzt in der aktuellen Flüchtlingsthematik verteilen sich die Anfeindungen auf viele großartige Menschen, einer davon Daniel Lörcher. Wir können nur sagen, durchhalten und Paroli bieten. Wenn die Themen aus den Medien verschwunden sind, werden die Rechtsradikalen bestraft sein und die Couch-Nazis von Pegida und co wieder vor RTL sitzen und über Ihr armseliges Leben jammern.

Bis dahin durchhalten, denn die Menschen die wir damit unterstützen werden es uns danken.

 

Die Aktion mit gut gemeinter Geste ist ein Witz, ein Witz über den man nicht mehr lachen kann. Wir werden uns als Fanclub in aller Form von dieser Aktion distanzieren und sind beschämt darüber, mit welcher Scheinheiligkeit beide Unternehmen die Gutmütigkeit in den Vordergrund zu stellen um das eigene schlechte Image aufzupolieren.

Zu den Gründen:

- Bei Hermes arbeiten Menschen die jeden Tag an Ihr Limit gehen, teilweise bis zu 14 Stunden und nach stark leistungsorientierten Verträgen wird hier gearbeitet. Leistungen die nur durch Mehrarbeit zu schaffen sind. Wer hier mal eine schöne Alltagsgeschichte lesen möchte…
Quelle: https://publik.verdi.de/2014/ausgabe-07/gesellschaft/reportage/seiten-12-13/A0 

- Über die BILD Zeitung brauchen wir wohl nicht viele Worte verlieren, so waren es doch die BILD Reporter die immer wieder mit überspitzten Artikeln gegen Asylbewerber angegangen sind. Jetzt der Schwenk in eine solidarische Handlung?  BILDBLOG hat dies mal zusammengefasst: http://www.bildblog.de/70018/wer-nicht-fuer-bild-werben-will-muss-gegen-fluechtlinge-sein/ 

Wir hoffen auch, dass der BVB diese Scheinheiligkeit nicht unterstützt und zwei Unternehmen bei ihrer Imagekampagne auf Kosten von Flüchtlingen in ihrer Sache bestärkt.

Wer Menschen unwürdig für harte Arbeit entlohnt und wenn ein Zeitungsblatt permanent Menschen verletzt, Stories erfindet für die gute Auflage und Personen in ihrer Privatsphäre stört, wie kann man die Ernsthaftigkeit hinter einer solchen (eigentlich guten) Aktion erkennen. Wir können dies nicht seriös tun und werden uns als „kleiner“ Fanclub von solcher Scheinheiligkeit distanzieren und hoffen das weitere Vereine und Fanclubs sich anschließen.

Wer wirklich etwas für Flüchtlinge tun möchte, der spendet Sachgegenstände, ein Lächeln und wirbt für mehr Toleranz.

Wer Spenden möchte, kann das hier tun:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/ 

Wir hoffen, dass der BVB bis Sonntag noch eine etwas andere Entscheidung trifft und sich von Kaiserslautern inspirieren lässt, die ebenfalls diese Aktion boykottiert und einen eigenen Thementag für Flüchtlinge machen, die diesem Thema auch gerecht wird.

 

Lieber DFB,

das Thema „Rassismus“ beschäftigt uns schon seit der Gründung 2004. Damals waren die rassistischen Probleme noch im Verborgenen. Heute zu Zeiten der Flüchtlingsthematik kommen immer mehr Rassisten auch an die Öffentlichkeit und propagieren ihren Fremdenhass für die breite Öffentlichkeit. Plötzlich ist auch Rassismus wieder in den Kreis- und Bezirksligen präsenter als jemals zuvor. Aber passiert hier etwas? Nein, das tut es leider nicht.

Hier wird ein System offen gelegt aus Vereinen, die nach rassistischem Auswahlverfahren und der Idee, nur Deutsche in ihrem Verein haben zu wollen freigelegt. Zuschauer werden wieder aggressiver und schreien Hassparolen auf den Platz wenn Spieler mit ausländischen Wurzeln über den Rasen laufen, meist unterstützt von Schiedsrichtern mit gleicher Denkweise aus dem Nachbarort. Beim Sportgericht, wo dieser Fall dann landet, wird das Problem wegdiskutiert aus Angst vor schlechter Presse, die aus Rassismus gerne mal einen Skandal machen. Aber lieber DFB, es ist ein Skandal dass der Einfluss ihrerseits nicht runter reicht bis in die kleinen Ligen. Es reicht nicht Flyer zu verteilen und sich mit Fotos von integrierten Vereinen zu schmücken. Die Probleme müssen dort angesprochen und bekämpft werden, wo sie wirklich stattfinden. Durch das Land zu ziehen und sich mit den Erfolgen zu schmücken sollte nicht die einzige Aufgabe des DFB´s sein.

Und so findet eine gewisse Akzeptanz zum Thema Rassismus statt, die wir so nicht unterstützen wollen und können. Wir fordern den DFB hier auf, die Ernsthaftigkeit deutlich zu steigern, Verdachtsfällen intensiver nachzugehen und die Flyer mal zu Hause zu lassen. Allein durch Botschaften können diese Probleme nicht gelöst werden.

Wir haben absolutes Verständnis dafür, dass Ihr nicht überall sein könnt um die Probleme zu lösen, uns würde schon reichen, wenn das Thema viel ernster genommen wird und aktiver bekämpft wird, denn nur so schafft man auch in den Bundesligastadien wieder mehr Toleranz, denn die meisten Fans kommen aus der Kreisliga oder haben Kinder die in einer solchen Liga spielen.

Nehmt die Sache bitte wieder ernster, auch in der Kreisliga!

Unterzeichnet von

BVB Freunde Deutschland

UND

FUSSBALL-FANS GEGEN RECHTS - www.facebook.com/FUSSBALL.FANS.GEGEN.RECHTS