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Martina Renner ist Obfrau der LINKEN im NSA-Untersuchungsausschuss und ordentliches Mitglied im Innenausschuss. Auch ist Sie Sprecherin für antifaschistische Politik. Frau Renner ist seit 2013 im Bundestag.

BVB Freunde Deutschland:
Wir haben den Eindruck, dass unsere Gesellschaft immer weiter nach rechts rückt. Können Sie diesen Eindruck bestätigen?

Wir haben uns als Fanclub im März 2016 deutlich von der AfD distanziert, weil wir von Sympathisanten der Partei verbale Angriffe erhielten und sogar aufgefordert wurden, unser Anti-Rassismus Projekt zu beenden. Als wir uns distanzierten waren die negativen Stimmen lauter als die positiven. Warum ist das Ihrer Meinung nach so?

Martina Renner:
Die massive Zunahme von rassistischen Anschlägen und rechten Straftaten unterstreichen leider Ihren Eindruck: Es gibt einen bedrohlichen Rechtsruck. Dieser Rechtsruck findet auch im Internet statt und schlägt sich in Beschimpfungen und Bedrohungen nieder, wie Sie sie in der Frage ansprechen. Ein besonderes Problem ist dabei, dass die Stimmen der Hetzer lauter sind als die anderen und diese gezielt und abgestimmt vorgehen. Die Journalistin Kübra Gümüşay und die Publizistin Anne Wizorek schlugen deswegen vor, dass wir dem rechten Hass eine „organisierte Liebe“ entgegensetzen müssen. Das bedeutet, dass User durch Kommentare, Replies und Mails ein positives, wertschätzendes Gegengewicht zu den vielen diskriminierenden und negativen Kommentaren schaffen sollten und dies am besten nicht allein, sondern gemeinsam mit Freund_innen oder der eigenen Internet-Community. Ich denke, dass dies ein guter Vorschlag  ist, auch wenn die Ursachen von Diskriminierung und Ausgrenzung natürlich auch an anderer Stelle bekämpft werden müssen.

BVB Freunde Deutschland:
Rassismus im Fußball ist leider immer wieder ein Thema, auch bei uns in Dortmund haben wir damit massive Probleme. Viele Fans jubeln nicht, wenn ausländische Spieler ein Tor schießen. Auch das brüllen von rassistischen oder homophoben Sätzen ist keine Seltenheit. Wie bekommt man Ihrer Meinung nach solche „Problemfälle“ in den Griff?

Der Supercup liegt hinter uns, mit 0:2 verlieren wir dieses Spiel. Aber wir haben heute meiner Meinung nach mehr als das Spiel verloren. Wir haben auch wieder ein Stückweit Fairness verloren.

Karl-Heinz Rummenigge war es wieder nach dem Spiel, der die Pfiffe gegen Hummels nicht fair fand. Aber es war nicht Rummenigge der Ribery für sein Verhalten kritisierte, seine unfaire und brutale Spielweise. Es war auch nicht Rummenigge, der eingestand, dass die Situation im Strafraum ein Elfmeter war.

Und so gewinnen die Bayern wieder ein Spiel mit dem genannten Bayernbonus. Dieser besagte Bayernbonus, der uns auch im Pokalfinale heimgesucht hat. Was ist denn los in der Liga? Hat der DFB Angst vor den Bayern, haben die Schiedsrichter Angst vor den Spielern des FC Bayern? Was passiert da unten auf dem Platz, das wir Fans nicht mitbekommen? Was passiert außerhalb des Platzes?

Was beeinflusst die Schiedsrichter, den Bayern einen gewissen Bonus zu geben? Dieser Bonus ist nicht mal aus der Luft gegriffen, er ist wissenschaftlich bewiesen worden.

"Spielt der FC Bayern München gegen eine Mannschaft, die in der 'ewigen Tabelle' keinen Spitzenplatz einnimmt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Elfmeter dem schwachen Team fälschlicherweise nicht gegeben wird, drei Mal größer als im statischen Mittel", heißt es in einer Studie, die Professor Eberhard Feess (Frankfurt School of Finance & Management), Dr. Helge Müller (Philipps-Universität Marburg) und der Frankfurt-School-Absolvent Paul Bose verfasst haben.

Die Frage die offen bleibt ist nur. WARUM?

Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn der Vorhang aufgeht und die Spieler auf den Platz kommen. Dies war aber auch schon das einzige Highlight bei der Saisoneröffnung 2016.

Nobby führte durch das Programm, welches eigentlich kein richtiges Programm gewesen ist für den BVB Fan. Es trat eine Sängerin auf in einem Sexy Outfit.
Kinder die am Spielfeldrand standen um die Spieler besser sehen zu können, starrten so erst mal auf einen nackten Hintern, der hin und her wackelte. Die gesangliche Darbietung erinnerte schnell an Deutschland sucht den Superstar, nur das ich mir hier Dieter Bohlen gewünscht hätte, der dem Mädel gesagt hätte „"Wenn du auf der Straße stehst und singst, dann berechnet mein Navigationsgerät automatisch 'ne Umleitung."“

Ja dann wurde ein bisschen Trikot an und ausziehen gespielt und dann trat ein Künstler auf, bei dem Norbert Dickel am Ende seines Auftrittes präsentierte, das dieser jetzt den fertigen Song abspielt. Dabei war der Künstler schon fertig und versuchte dies zu erklären, bis dann der Song noch mal abgespielt wurde damit der Fauxpass nicht auffiel.

Ein strahlender Sonntag im August. Ein Tag, wie gemacht für einen netten Familienausflug. Vielleicht einen Abstecher nach Bad Ragaz in der Schweiz um dort inmitten einer malerischen Kulisse beim öffentlichen Training des BVB’s mit dabei zu sein? Auf alle Fälle!

Genau das ist für jeden eingefleischten BVB-Fan auch ein Highlight in der Saison. Und so sind fast 500 Fans und Neugierige gestern auf die Sportanlage Ri-Au gepilgert um beim öffentlichen Nachmittagstraining um 17:00 unseren schwarzgelben Jungs zuzusehen. Immerhin sind einige dafür sehr weit gefahren. So gab es auf den Parkplätzen Kennzeichen aus Berlin, München, Schweinfurt, Köln, Frankreich, Italien… und natürlich Dortmund zu sehen. Und garantiert haben nicht alle davon in dieser wunderschönen Ecke der Schweiz gerade sowieso Urlaub gemacht, wie es sich in Gesprächen herausgestellt hat.

Die Stimmung war gut und entspannt. Man saß oder stand gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten bei einem Bier, einer Bratwurst oder einem Hamburger schwatzend zusammen und tauschte sich rund um den Fanshop-Wagen gegenseitig aus. Spannend natürlich die vielen verschiedenen Meinungen über die anstehende Saison. Man sprach über Hoffnungen, Bedenken und natürlich „Die Neuen“.

Und dann war es soweit… Das Team erreichte nach und nach in kleinen Grüppchen via Fahrrädern das Trainingsareal. Allen voraus, wie schon im Vorjahr, Trainer Thomas Tuchel. Es wurde gewunken, fotografiert und gestaunt. Um einen herum wurde klar, dass auch viele Zuschauer noch gar nicht so viel Ahnung hatten, wer denn eigentlich wer war. Aber es wurde an allen Enden und Ecken von den Versierten aufgeklärt. Den stets gut gelaunten, immer zu Ulk und Späßen aufgelegten Pierre-Emerick Aubameyang sowie den kleinen, quirligen Shinji Kagawa erkannten hingegen natürlich alle sofort. Auch Andre Schürrle und Mario Götze wurden natürlich sofort erkannt. Die beiden waren aber im Vergleich zu den beiden zuvor genannten weitaus „medienscheuer“.

Auch auf dem Platz, während des Trainings gab es jede Menge Spaß. Trotzdem wurde konzentriert trainiert, wobei an diesem Sonntagstraining die Arbeit am Ball hauptauschlaggebend war. Positiv herausgestochen haben für mich persönlich von den Neuzugängen Emre Mor sowie Marc Bartra. Es war zu spüren, dass sie trotz Spaßfaktor alles geben wollten und akribisch arbeiteten. Auch André Schürrle wirkte frisch, spritzig und voll bei der Sache. Übrigens hat Rode sich richtig gut als Ersatztorhüter präsentiert, als zwischen den einzelnen Übungen Adrián Ramos, Łukasz Piszczek und Emre sich in Torschüssen übten.

Nach dem Training gab es dann natürlich noch die heiß ersehnten Autogramme oder Selfies. Hier nahm sich eine Auswahl an Spielern geduldig die Zeit für das begeisterte Publikum. Und so war es ein sehr gelungener Ausflug für alle die mit dem BVB sympathisieren. Kurz, wir sind nächstes Jahr wieder mit dabei.

  

 

    

Wir freuen uns sehr euch heute mitteilen zu dürfen, dass wir mit Marion Lebugle eine super sympathische Kollegin in unserem Vorstand begrüßen dürfen. Marion übernimmt gemeinsam mit unseren 1.Vorsitzenden den Social Media Bereich und unterstützt darüber hinaus unser redaktionelles Team für die Webseite.

Marion ist in unserem Forum bereits sehr bekannt und unter dem Usernamen Zazou unterwegs.

Wir sagen Herzlich Willkommen und auf gute Zusammenarbeit.

- Der Vorstand -