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Mir wurde dieser Spruch mit Ursprung bei einem Barbier aus der Hauptstadt kürzlich nahe gelegt. Ob es an der direkten, profanen Ausdrucksweise liegt, die mich nach Berlin gezogen und gehalten hat, weiß ich nicht. Nichtsdestotrotz - und das wissen kennen mehrsprachig aufgewachsenen Menschen - gibt es Dinge, die sich in anderen Sprachen einfach einfacher ausdrücken lassen. Die lokale Mundart gehört dazu. Und dieser kleine Satz summiert meine momentanen Gefühle wunderbar.

Jeder hat Wünsche und Bedürfnisse. Abhängig von Reife, Erziehung und Bildung, sowie Wertschätzung der eigenen Situation, sind wir bereit, unterschiedlich weit zu gehen, um diese Begehren zu erfüllen. Wenn oben genannte Charakterzüge vorhanden sind und von einem gewissen Maß an Intelligenz zu einer Einheit verschnürt werden, dann findet man unterschiedliche Wege zum Ziel. Die einen nehmen grundsätzlich Rücksicht auf ihre Mitmenschen, andere versuchen es auf eine charmante, spitz gesagt, manipulative Art. Wiederum andere fahren die Ellenbogen aus und graben sich zum Ziel durch, koste es was es wolle. 

Und dann gibt es noch Leute wie Ousmane Dembéle. Da fehlt entweder der notwendige Anstand, sich wie ein erwachsener Profisportler zu benehmen; oder die Empathie, seine Mitspieler nachzuvollziehen, deren Einheit man ein Teil ist; oder die Voraussicht, seinen einzigen Trumpf besser als Ultima Ratio und nicht als Eröffnungsargument zu bringen. Denn als Arbeitnehmer muss man auch genau überlegen, ob ein Streik taktisch sinnvoll ist. Normalerweise ist das der Fall, wenn eine Masse Mitarbeiter streikt, die so groß ist, dass der Arbeitsausfall Druck auf die Entscheidungsträger ausüben kann. Eine Einzelperson kann das auch erreichen, dazu müsste sie aber allein so wichtig sein, dass sie einen ähnlich großen Einschnitt in den laufenden Betrieb darstellt.


Lionel Messi ist einer der Menschen, die in ihrem Wirkungskreis einen dermaßen hohen Stellenwert haben. Und auch Ousmane Dembele ist so gut, dass der gesamte Verein schluchzend auf den Knien vor die Tür gekrochen kommt, wenn er seine Gabe, die sein Fußball ist, entzieht. Glaubt er zumindest. Und genau da überschätzt sich Ousmane unheimlich. Er ist ein verdammt guter Spieler, aber eben eine Diva, überheblich noch dazu. Es wirkt fast so, als hielte er seinen Stellenwert beim BVB für ähnlich hoch, weil er seinen Namen in der Zeitung häufig neben dem des argentinischen Nationalspielers sieht.

Genau da liegt dann auch der Unterschied zwischen den echten Superstars und denen, die diesen Status erzwingen wollen: Wenn Messi zickt, bewegen sich alle Hebel. Bei einem Ousmane Wernochmal eben nicht. Auch, wenn er das anders sieht. Denn um wie ein Ausnahmespieler behandelt zu werden, reicht es nicht, wenn man das Talent nur nachgesagt bekommt. Damit hat er sein einziges Druckmittel nicht nur zu früh verfeuert, sondern erst nach dem Knall gemerkt, dass er Platzpatronen geladen hatte. Und jetzt befindet er sich in einem Schützengraben, an dessen Horizont mahnende Blicke der Bosse, misstrauische Mimen der Mitspieler und Enttäuschung in den Gesichtszügen der Fans warten. Dieses Fuchsloch befindet sich auch noch in Brackel, welches er mit dieser Aktion zum Kriegsgebiet erklärt hat. Wenn er so ehrliche und intensive Buße tut, dass selbst der Papst beeindruckt wäre, bestehen noch Chancen auf eine gute Saison mit unserer Nummer 7. Aber dazu sehe ich bei ihm nicht die Einsicht. Die Zeichen stehen auf unrühmlichen Abschied. Aber Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Ich weiß nicht, ob es Geld, Ruhm, Titel, Bewunderung oder der Schweiß iberischer Frauen ist, der unseren Opportunisten antreibt. Aber wenn er es so unbedingt will, dann soll es eben so sein. Was auch immer es ist, geh dahin, wo du es findest und geh’ melken, Schlampe!