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Was für ein Comeback von Borussia Dortmund in der Champions-League. Nach einem Jahr Abstinenz feierte der BVB am ersten Spieltag der Gruppenphase, auswärts einen 6:0-Kantersieg beim polnischen Vertreter Legia Warschau und sorgte somit für eine Wiedergutmachung nach der Niederlage am Wochenende in Leipzig. Nach einer sehr starken, spielerischen und überzeugenden Mannschaftsleistung, glänzte der BVB über die gesamten 90 Minuten, schoss sechs tolle Tore und führt die Tabelle in der Gruppe „F“ nach dem ersten Spieltag an – im zweiten Gruppenspiel drehte Real Madrid einen 0:1-Rückstand und gewann am Ende noch mit 2:1.

Personelle Situation und Startelf
BVB-Trainer Tuchel musste im ersten Spiel der Champions-League-Saison 2016/2017 auf einige Spieler weiterhin verletzungsbedingt verzichten. Wiederum einige andere Spieler schafften es nicht in den Kader. Reus, Subotic, Durm und Bender fehlten weiterhin der Mannschaft aufgrund von Verletzungen; Passlack stand nicht zur Verfügung, da dieser am Nachmittag für die U19 des BVB´s bei der Youth-League mitwirkte; die Spieler Merino, Park und Sahin standen nicht im Kader. Auf Schürrle musste Tuchel kurzfristig verzichten, der wegen einer Innenbanddehnung ausfiel. Gegenüber der 0:1-Pleite in Leipzig änderte Tuchel die Startelf etwas um und schickte folgende 11 BVB-Spieler in das erste Match der Gruppenphase der Champions-League: Bürki, Piszczek, Sokratis, Bartra, Schmelzer, Weigl, Guerreiro, Dembélé, Götze, Pulisic, Aubameyang.

Spielverlauf – Erste Halbzeit
Um kurz vor 20:45 Uhr war es endlich wieder soweit – Borussia Dortmund betrat nach einjähriger Pause wieder die Champions-League-Bühne und beim Ertönen der Königsklassen-Hymne wusste nun jeder BVB-Anhänger – der der BVB ist wieder da, wo er hingehört. Wenige Augenblicke später pfiff der russische Schiedsrichter Karasev das erste Gruppenspiel von Schwarz-Gelb gegen den polnischen Klub, Legia Warschau an. Bei sehr angenehmen 20 Grad, trockenem Wetter, sollten vorallem die Borussen im Stadion, in den Kneipen und vor den TV-Bildschirmen während der 90 Minuten voll auf ihre Kosten kommen. Dortmund führte, bei dem Schmelzer erneut die Kapitänsbinde trug, den Anstoß aus und mit Anpfiff der Partie, gaben fünf Dortmunder ihr Champions-League-Debüt, nämlich Bürki, Weigl, Guerreiro, Pulisic und Dembélé. Auch für den BVB-Trainer Tuchel war es die erste Partie als Coach in der Königsklasse auf der Trainerbank. Von Beginn an übernahm Dortmund, der in einem sehr schönen, schicken Champions-League-Trikot spielte, die Kontrolle über die Partie. Mit viel Ballbesitz und ruhigen Aufbau, gewann der BVB früh die Sicherheit im eigenen Spiel. Schwarz-Gelb ließ das Leder gut in den eigenen Reihen laufen und nach fünf Minuten starteten die Borussen die ersten zaghaften Angriffsbemühungen. Den ersten Torschuss im Spiel gab der Gastgeber ab, aber der Versuch ging weit am Tor vorbei, sodass BVB-Keeper Bürki nicht eingreifen musste. Nur eine Minute später hatte der BVB seine erste Offensivaktion und diese führte, sehr zur Freude aller Schwarz-Gelben Anhänger, gleich zum Führungstor.

0:1 Götze (07.Spielminute) – Schmelzer spielte das Leder links raus zu Dembélé, der in aller Ruhe und ohne Gegenspieler flanken konnte und im Strafraumzentrum setzte sich Götze gegen seine Gegenspieler durch, schraubte sich hoch und köpfte mit seinen knapp 1,75 Meter, den Ball, wuchtig, platziert und unhaltbar ins Tor.

Erste Chance, erstes Tor – ein perfekter Start für Dortmund und ausgerechnet Götze, der in den letzten Tagen und Wochen viel Kritik durch die Medien einstecken musste, erzielte das erhoffte, frühe 1:0. Mit der Führung im Rücken, merkte man Dortmund an, dass das Selbstvertrauen von Minute zu Minute größer wurde. Schon früh zeigte sich, wer „Herr im Hause“ war und Warschau lief von Anfang an den Gästen aus dem Ruhrgebiet nur hinterher. In der 11.Spielminute hatte Dortmund bereits die große Chance zum 2:0 – Pulisic, der angespielt wurde, steckte das Leder, gut 20 Meter, leicht zentral vor dem Tor, klasse durch drei Abwehrspieler von Warschau durch und Aubameyang bekam den Ball, lief halblinks im Strafraum alleine auf das Tor zu, aber sein Schuss aus gut acht Metern konnte der Schlussmann von Legia stark parieren; den Nachschuss verpasste der Gabuner nur knapp, da dieser nicht richtig an den Ball kam. Von der Taktik her, agierte der BVB mal im 4-2-3-1-System, mal im 4-1-4-1-System. Guerreiro war derjenige, der immer wieder die Positionen wechselte – bei Ballbesitz des BVB´s spielte er mehr oder weniger auf der 8er-Position und nahm somit am Offensivspiel teil; bei Ballbesitz Legia, fand man Guerreiro neben Weigl auf der 6er-Position, um das zentrale Mittelfeld mit zu stabilisieren und abzusichern. Auch Götze ließ sich hin und wieder etwas nach hinten fallen, agierte dann mehr als 8er und holte sich viele Bälle und leitete den einen oder anderen Angriff seiner Mannschaft ein. Nach einer knappen Viertelstunde wurde Dembélé auf der halblinken Seite gefoult – der anschließende Freistoß führte dann zum zweiten BVB-Treffer an diesem Abend.

0:2 Sokratis (15.Spielminute) – Götze und Guerreiro standen für die Ausführung des Freistoßes bereit; der Portugiese war es dann letztendlich, der den Ball scharf und präzise in den Strafraum schlug, wo Sokratis hochstieg und relativ problemlos und unbedrängt die Kugel ins Tor köpfte.

Nach 15 Minuten führte der BVB bereits mit 2:0 und war frühzeitig auf dem besten Weg, die ersten drei Punkte in der diesjährigen Champions-League-Saison einzufahren. Und es wurde nur wenige Augenblicke später noch besser für die Schwarz-Gelben. Bei einem Angriff von Dortmund über die halbrechte Seite, kam plötzlich und völlig unnötig der Torwart von Warschau aus seinem Kasten und hielt den Ball außerhalb des Strafraumes mit der Hand fest. Der russische Schiri gab folgerichtig Freistoß für den BVB und zückte, doch etwas überraschend, nur die gelbe Karte für den Schlussmann der Gastgeber. Da Malarz den Ball außerhalb des 16-Meterraumes in die Hand nahm, hätte er regeltechnisch die rote Karte sehen müssen. Nur wenige Sekunden nach der Ausführung der Standardsituation, schlug es zum dritten Mal im Warschauer Kasten ein und Dortmund erhöhte und baute seinen Vorsprung aus.

0:3 Bartra (17.Spielminute) – In diesem Fall, „Aller guten Dinge sind vier“ – Guerreiro führten den Freistoß aus und schoss das Leder hart und präzise auf das Tor; Malarz klatschte den Ball nach vorne ab, wo Aubameyang zum Nachschuss ansetzte – Malarz parierte und lenkte das Leder an den Pfosten; von dort aus sprang der Ball vor die Füße von Schmelzer und der Kapitän versuchte sein Glück per Nachschuss, das Tor zu erzielen, aber erneut parierte Malarz gut und das Leder flog anschließend zu Bartra, der dann im vierten Versuch das runde Spielgerät ohne Probleme aus kurzer Distanz über die Torlinie drückte.

Was für ein furioser Start von Dortmund in den ersten gut 20 Minuten. Dass beide Innenverteidiger in einem Spiel treffen, sieht man auch selten. Die Jungs von BVB-Trainer Tuchel legten einen klasse Auftritt hin. Der BVB, der von 2.000 BVB-Fans im mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Stadion von Warschau, lautstark unterstützt wurde, spielte sehr seriös, souverän und hochkonzentriert. Es machte Spaß, den Dortmunder beim Fußball spielen zu zu schauen und auch die Spieler selbst hatten richtig viel Lust und Laune beim mittlerweile gefühlten „Sommer-Kick“. Dortmund spielte sich kombinationssicher und kombinationsstark durch die gienen Reihen und kam durch schöne Ballstafetten und ansehnlichen Spielzügen zu etlichen Offensivaktionen. Des Weiteren spielten die Schwarz-Gelben sehr variabel – mal wurde mit flachen, genauen und kurzen Pässen nach vorne gespielt, mal mit langen Bällen; zudem wurden die Angriffe sowohl über links mit Dembélé, als auch über rechts mit Pulisic herausgespielt. Die nächste Chance für Dortmund gab es nach knapp der ersten Hälfte des ersten Durchgangs – Dembélé wurde auf der linken Offensivseite angespielt, brachte das Leder in den Strafraum, wo Götze nach Umwegen an den Ball kam, in aussichtsreicher Schussposition kam und abzog, aber sein Versuch wurde gerade so noch von einem Defensivspieler von Warschau abgeblockt. Dortmund dominerte das Spiel nach Belieben und hatte keine Mühe und keine Probleme gegen einen extrem schwachen Gegner, dessen Abwehr nicht mal ansatzweise Champions-League-Niveau hatte. Gerade gegen die schnellen, flinken Spieler, wie Dembélé, Pulisic oder Guerreiro hatte Warschau keine Chance und sah nur die „Rücklichter“ dieser Spieler. Schwarz-Gelb spielte munter weiter nach vorne und im Borussen-Spiel war viel Bewegung und Tempo drin. Bei Balleroberung schalte der BVB blitzschnell um und marschierte mit reichlich Offensivkraft und Offensivpower nach vorne, aber in einigen Aktionen kam der letzte, entscheidende Pass nicht an. In der 23.Spielminute verfehlte Dembélé knapp sein erstes Tor im BVB-Trikot – der stark aufsspielende Guerreiro spielte das Leder zum Franzosen und auf Höhe der linken Strafraumkante zog der Offensivspieler direkt und sofort ab und das Leder rauschte nur knapp am rechten Torpfosten vorbei. Dortmund hatte mehr als 70 Prozent Ballbesitz – gefühlt waren es aber 99 Prozent. 20 Minuten vor der Pause verzeichnete das Spiel ein Torschussverhältnis von 11:1, zugunsten der Schwarz-Gelben, die weiter am Drücker blieben. Der Bundesligist versuchte, noch weit vor dem Halbzeitpfiff, das nächste Tor erzielen. Die Borussen spielten weiter sehr schönen Kombinationsfußball und Warschau, die in der heimischen Liga im unteren Drittel der Tabelle stehen, hatte nicht den Hauch einer Chance und lief nur hinterher. Vom spielerischen Niveau her, lagen Welten zwischen den beiden Teams. In der 27.Spielminute landete der Ball nach einer Ecke des BVB´s bei Dembélé, der das Leder zu Aubameyang weiter gab; der Gabuner flankte das Leder in den Strafraum, wo Piszczek die Kugel auf das Tor köpfte, aber Malarz konnte die gute Möglichkeit vereiteln und hielt den Ball sicher. Vier Minuten später schlug Götze per Freistoß aus leicht halbrechter Position, das Leder in den Strafraum und auf Höhe des zweiten Pfostens kam Sokratis zum Kopfball, aber Malarz konnte den nächsten Gegentreffer verhindern. Eine Minute später hatte dann Warschau seine erste Chance – zum ersten Mal kombinierte sich der polnische Verein gut durch die eigenen Reihen; am Ende wurde ein Offensivspieler auf der Höhe der linken Strafraumkante angespielt, ging am Dortmunder Gegenspieler vorbei und schoss das Leder so auf das Tor, dass er noch von einem BVB-Spieler abgefälscht wurde und so knapp neben dem Tor von Bürki ging. Zwar zeigt die ganze Mannschaft von Tuchel eine starkes Spiel, aber ein Spieler stach schon besonders heraus, nämlich Guerreiro, der defensiv gut arbeitete und offensiv an fast jeder Aktion beteiligt war und viele Angriffe mit seinem Tempo, seiner schnellen Bewegung und seinen punktgenauen Pässen einleitete. Dortmund schaltete, gut 10 Minuten vor der Halbzeitpause, einen Gang runter und ließ Warschau ein klein wenig am Spiel teilhaben, ohne dabei selbst die klare Dominanz und Kontrolle über das Spiel zu verlieren. In der 39.Spielminute schlug Sokratis, weit in der eigenen Hälfte, die Kugel hoch und weit nach vorne in Richtung Aubameyang; der Gegenspieler des Gabuners verschätzte die Flugbahn des Balles total und so lief der Dortmunder Stürmer halbrechts alleine auf den, mittlerweile aus dem Tor herausestürmten, Malarz zu und Aubameyang lupfte das Leder über den Keeper drüber hinweg – nur leider ging der Ball nicht ins Tor, sondern nur ans Außennetz. Wenige Sekunden später, auf der anderen Seite, probierte Moulin sein Glück, Bürki per Lupfer zu überwinden, aber der BVB-Keeper war auf der Hut und konnte die Kugel sicher fangen. Die nächsten zwei Abschlüsse auf Dortmunder Seite hatte Dembélé, der zweimal aus der zweiten Reihe abzog, aber das Spielgerät flog beide Male über das Tor. In einigen Aktionen spielte der noch junge Spieler zu eigensinnig und muss zukünftig noch lernen, den Ball ab zu spielen, vorallem dann, wenn Mitspieler besser positioniert sind, als er selber. Wenige Augenblicke vor der Pause war der BVB weiterhin in allen Belangen überlegen und überzeugte allen Schwarz-Gelben Anhängern. Die letzte Szene vor der Pause hatte, natürlich, der BVB – Dembélé spielte das Leder zu Pulisic, der über rechts die Kugel flach in den Strafraum brachte, aber kein Mitspieler kam an den Ball – nur ein Abwehrspieler von Warschau fälschte die Kugel ab. Die anschließende Ecke brachte nichts ein und dann pfiff der Schiri die erste Halbzeit ab und mit einer hochverdienten und beruhigenden 3:0-Führung für den BVB, ging es für beide Teams in die Kabine.

Spielverlauf – Zweite Halbzeit
Mit Anstoß für Legia und ohne BVB-Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten. Und von Anpfiff weg zeigte der BVB gleich wieder das Gesicht von der ersten Halbzeit. Der BVB spielte gleich wieder mit Vorwärtsdrang. Nach einer Minute gab es einen Konter für Schwarz-Gelb – Aubameyang wurde auf Höhe der Mittellinie angespielt und leitete die Kugel rechts raus zu Pulisic, der nach vorne marschierte und im Strafraum abzog, aber sein Schuss wurde noch abgeblockt. Der BVB kam gut aus der Kabine und machte einfach da weiter, wo man im ersten Teil des Spiels aufgehört hatte – man spielte weiter munter und mutig nach vorne und insgesamt war das Borussen-Spiel weiter sehr variabel und abwechslungsreich. Man merkte den 11 Jungs im BVB-Trikot an, dass sie schnell das vierte Tor erzielen wollten. Der BVB hatte alles weiter fest im Griff und alles unter Kontrolle. Und, mit der ersten richtigen Offensivaktion erzielte, wie schon in Halbzeit Eins, der BVB einen Treffer und erhöhte auf 0:4.

0:4 Guerreiro (51.Spielminute) – Der Europameister krönte seine bis dahin tolle Leistung nun mit einem Treffer, dem ersten im BVB-Dress. Über die rechte Seite spielten Aubameyang und Pulisic einen Doppelpass; der Gabuner marschierte anschließend nach vorne und passte das Leder zu Dembélé, der halblinks im Strafraum stand, am Gegenspieler vorbeiging und abzog; sein Schuss wurde aber zunächst abgeblockt und die Kugel landete bei Guerreiro, der aus gut 12-13 Metern, zentrale Positon, im Strafraum abzog und der Ball ging flach ins rechte untere Eck ins Tor.

Mit dem vierten BVB-Treffer war das Spiel nun endgültig entschieden und keiner glaubte mehr daran, dass diese Partie noch kippen konnte – zu überlegen war der BVB, zu schwach war Warschau. Und die Borussen ließen nicht locker und spielten weiter nach vorne. Vorallem die Offensivspieler um Götze, Dembélé, Pulisic und Guerreiro spielten die Abwehrreihe von Legia, teilweise schwindelig und Warschau hatte nichts, aber auch gar nichts entgegen zu setzen. In der 55.Spielminute gab es auf der rechten Seite einen Freistoß für den BVB – die beiden BVB-Spieler, Götze und Guerreiro führten die Standardsituation kurz aus und der Portugiese zog am Ende ab und die Kugel flog knapp über das Tor. Eine Minute später die nächste Offensivaktion von Dortmund – Pulisic spielte den mitgelaufenen Piszczek an, passte das Leder flach in den Strafraum, wo Götze auf das Tor schoss, aber erneut blockte ein Abwehrspieler von Warschau den Schuss ab. Wiederum nur eine Minute später gab es ein Schussversuch von Warschau, aber Bürki war zur Stelle und hielt den Versuch sicher. Der BVB drückte weiter aufs Tempo und wollte noch mehr Tore erzielen – in der 59.Spielminute spielte Guerreiro auf links Dembélé an, der die Kugel etwas ungenau in den Strafraum brachte, aber Legia klärte das Spielgerät unzureichend, sodass Götze an den Ball kam, an seinem Gegenspieler vorbeiging und auf das Tor schoss und Malarz zu einer guten Parade zwang. Der Torhüter von Warschau sah einen Angriff nach den anderen vom BVB auf sich zu kommen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der BVB das nächste Tor erzielen sollte. Nach etwas mehr als einer Stunde führte Götze einen Eckball aus und im Strafraum köpfte Sokratis das Leder auf das Tor und Bartra wäre fast mit dem Fuß noch an den Ball gekommen – Malarz konnte am Ende mit etwas Glück den Ball sicher halten. Fast 25 Minuten vor Schluss hielt der BVB das eigene Spielniveau weiter sehr hoch – man spielte weiter sehr ansehnlichen, zum Teil sehr schönen Fußball. Der BVB war gegenüber Warschau spielerisch einfach zu stark und das, was Dortmund auf dem Platz zeigte, wollen alle BVB-Anhänger immer von ihrer Mannschaft sehen und nichts anderes. Nach 67 Minuten hatte Dortmund weiter über 65 Prozent Ballbesitz. In der 69. Spielminute brachte Pulisic über rechts die Kugel in den Strafraum, wo Aubameyang nicht richtig zum Schuss kam und Malarz, der mittlerweile der beste Spieler auf Seiten von Legia war, hielt den Ball sicher. Eine Minute später gab es aber eine Schrecksekunde auf Seiten von Dortmund – bei einem Klärungsversuch eines Warschauer Angriffs im eigenen Strafraum, verhakten sich Bartra und Schmelzer mit den Beinen und der Kapitän knickte dabei um und verletzte sich. Zum Glück konnte der linken Außenverteidiger nach einer kurzen Behandlungspause das Spiel fortsetzen. In der 74. Spielminute sah Götze nach einem taktischen Foul die erste gelbe Karte auf Dortmunder Seite – dies war auch gleichzeitig die letzte Aktion für den Rückkehrer gewesen, denn eine Minute später vollzog Tuchel einen Doppelwechsel und neben Götze, verließ auch Dembélé den Platz. Castro und Mor kamen für die beiden Spieler in die Partie. Und nur wenige Augenblicke später konnte man Tuchel für sein „glückliches Händchen“ beim Wechsel schon gratulieren, da einer der beiden eingewechselten Spieler, den fünften BVB-Treffer erzielte.

0:5 Castro (76.Spielminute) – Per Konter wurde der Treffer erzielt; nahe der Mittellinie bekam Mor den Ball, marschierte mit unglaublicher Geschwindigkeit nach vorne, passte das Leder links raus zu Pulisic, der wiederum sofort die Kugel flach in den Strafraum schob und am zweiten Pfosten tauchte Castro auf, der mit seinem ersten Ballkontakt, den Ball problemlos ins Tor unterbrachte.

Nun wurde es nicht nur ein Auswärtssieg für den BVB, sondern auch noch ein Kantersieg. Und Dortmund hatte noch nicht genug und versuchte, das halbe Dutzend voll zu machen – vorallem wurde nun Aubameyang noch öfters in Szene gesetzt, da seine Mitspieler wollten, dass er noch ein Tor erzielen sollte. In der 79. Spielminute gab es den dritten und letzten Wechsel beim BVB – der Silbermedaillengewinner bei Olympia, Ginter kam für Weigl in die Partie, der eine tolle Leistung ablieferte und in dieser Partei wieder ganz der „Alte“ aus der letzten Saison war. Auch wenn das Spiel nach 80 Minuten längst entschieden war, ließ Dortmund nicht locker und man spürte förmlich, wie viel Spaß die elf Schwarz-Gelben auf dem Platz hatten. Mit viel Coolness und Cleverness spielte der BVB den Rest der Partie herunter. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit machte Dortmund doch das halbe Dutzend voll und der BVB-Stürmer Aubameyang belohnte sich doch noch mit einem Treffer.

0:6 Aubameyang (87. Spielminute) – Kurz hinter der Mittelinie kam Castro an den Ball, spielte einen super Pass in Richtung Aubameyang, der nach vorne lief, zwei Gegenspieler auf sich zog, die ihn im Strafraum etwas nach außen drängten, aber der Gabuner schaffte es trotzdem, das Leder am Legia-Keeper, der in der Zwischenzeit aus dem Tor kam, vorbei zu schlenzen und die Kugel trudelte ins Tor.

Da hatte Aubemyang doch noch sein Erfolgserlebnis und er machte mit dem sechsten Tor, das halbe Dutzend für Dortmund voll. Für Warschau war es nun eine heftige Packung gewesen und Dortmund führte auswärts, auch in der Höhe, völlig verdient. Eine Minute nach dem 6:0 gab es noch mal eine Kopfballgelegenheit für Warschau, aber der Ball flog am Tor vorbei. Dies war auch gleichzeitig die letzte Szene in dieser Partie gewesen und ohne Nachspielzeit pfiff der Schiri, der keinerlei Probleme hatte mit dem Spiel, nach 90 Minuten die Begegnung ab und der BVB feierte mit einem Schützenfest ein erfolgreiches Comeback in der Champions-League.

Persönliche Notenvergabe
Bürki (3,0), Piszczek (3,0), Sokratis (2,5), Bartra (2,5), Schmelzer (3,0), Weigl (2,0), Guerreiro (1,0), Dembélé (2,5), Götze (2,0), Pulisic (2,0), Aubameyang (2,5) / Castro (1,5), Mor (2,5), Ginter (3,0)

BVB-Spieler des Spiels
Guerreiro = Ein überragendes Spiel des portugiesischen Europameister. Guerreiro spielte zum ersten Mal von Anfang im BVB-Trikot, gab zudem gleichzeitig sein Debüt in der Königsklasse und lieferte eine herausragende Leistung ab. Er bereitete das 2:0 per Freistoß vor, leitete ebenfalls per Freistoß das 3:0 ein und krönte seine Leistung mit dem Tor zum 4:0. Der Neuzugang vom französischen Klub Lorient überzeugte nicht nur defensiv, sondern war in der Offensive überall zu finden und nicht zu stoppen; er holte viele Bälle im Mittelfeld, gewann viele wichtige Zweikämpfe und mit seiner Schnelligkeit und fußballerischen Klasse leitete er viele Dortmunder Angriffe ein und war, wie bereits erwähnt an drei Toren mit beteiligt, zwei davon direkt. Mit so einer Leistung wie heute, wird er sich schnell in die BVB-Stammelf spielen und uns allen BVB-Fans weiter viel Freude und Spaß bereiten.

Das nächste BVB-Spiel
Nach dem furiosen Auftakt in der Champions-League, geht es für den BVB knapp 2 ½ Tage später weiter in der Fußball-Bundesliga. Zum 3.Spieltag empfängt der BVB am Samstag, den 17.09.2016, um 15:30 Uhr, zu Hause im „Westfalenstadion“, SV Darmstadt 98, die am Spieltag zuvor das Hessen-Derby gegen Eintracht Frankfurt knapp mit 1:0 gewannen.