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Eine denkwürdige Saison neigt sich dem Ende zu, eigentlich eine Meistersaison, wären da nicht diese
Weißbier- Enthusiasten aus dem südosten. Man kann es ihnen nicht mal verübeln. Sie haben eine starke
Saison gespielt und ich selbst habe auch eine Schwäche für Weißbier.

Wenn wir schon beim Thema sind: München ist natürlich nicht ausschließlich nur wegen der tabellarischen
Lage in aller Munde. Heute wurde bekannt gegeben, dass sich ein Spieler, den wir über acht Jahre sehr ins
Herz geschlossen haben, in der nächsten Saison ein rotes Trikot tragen wird: Mats Hummels. Als gebürtiger
Münchner, mit seiner Verwandschaft und Freunden in der bayrischen Hauptstadt, hat natürlich nicht nur
genug persönliche Gründe, dort hin zu wechseln. Die sportliche Perspektive ist natürlich ein seliger
Beigeschmack.

Ich habe mir heute den Abschiedsbrief von Mats durchgelesen, in dem er erklärt, dass er wegen seinem
dort heimischen sozialen Umfeld und wegen einer neuen Herausforderung wechselt. Was von den Fans, mit
denen sich der BVB rühmt, für eine gequirlte Scheiße kommt, ist mit dem Begriff “gequirlte Scheiße”
tatsächlich noch höflich formuliert. Es fallen Worte wie “Verräter”, “Pfeife” und “Söldner”, es kamen
Beschwerden über den Zeitpunkt der Entscheidung und der Mitteilung dieser. Was einige Leute aber nicht
zu verstehen scheinen, ist, dass eben eine Fußballer, auch ein Profi, nicht wie ein kalkulierter Roboter seine
Entscheidungen fällt, die facettenreich sein können. Es gibt tatsächlich Profis, denen das Geld am
wichtigsten ist. Oder eben gerne viele Titel sammeln. Ich schätze aber Mats nicht so ein. Er hatte oft genug
die Gelegenheit, woanders hin zu wechseln, die erfolgreichsten Clubs Europas lecken sich alle die Finger
nach dem Innenverteidiger. Dass Titel ihm weniger wichtig sind, solange er auf dem Platz für die jeweilige
Mannschaft eine tragende Rolle einnimmt hat er oft genug betont und das glaube ich ihm auch.

 

Daher auch mein Unverständnis dafür, dass sich die Leute so dermaßen über den Wechsel echauffieren. Er
hat fast eine Dekade für den Verein gespielt, er war einer der Leistungsträger dür die Erfolge der letzten 5-6
Jahre, Vertreter der Mannschaft, Repräsentant des BVB in der Nationalmannschaft, einer der Gründe,
warum wir überhaupt um die Meisterschaft mitkämpfen und so dankt ihr es ihm? Weil er nach fast zehn
Jahren keinen Bock mehr hat, Mutti und seine Freunde zwei Mal im Monat in den Arm nehmen zu können,
und jedes mal 1200 Kilometer deswegen auf sich zu nehmen? Weil er Lust auf Weiterentwicklung und eine
neue Herausforderung hat? Wie EGOISTISCH muss man denn sein, einem Kerl, der offen, schlüssig und
ehrlich mir seinem Wechsel umgeht, dem man so viel zu verdanken hat, der mit guten Gründen zum
“Konkurrenten” wechselt, noch so einen Müll an den Kopf zu werfen? Was schuldet er euch Vollpfosten, die
sich hinter ihrem Monitor verstecken und die Worte “Judas” tippen? Und wie viel schuldet ihr ihm? Unter
anderen Umständen hätte ich da nicht mal groß was dazu zu sagen. Hätte er wirklich ein Geheimnis darum
gemacht oder sich sonst unfair verhalten, würde ich keinen von euch anprangern. Aber mit welcher
Arroganz, Überheblichkeit und übertriebener Erwartungshaltung manche Leute dieser Entscheidung
gegenüberstehen ist einfach nur widerlich. Das hat Mats nicht verdient. Und das weiß jeder von euch.

Daniel