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Kein Thema hat 2014 so sehr polarisiert wie die Steueraffäre rund um Uli Hoeneß. Auch unter den BVB Fans, den BVB Verantwortlichen und zahlreichen Spielern war es ein Thema, zu dem Sie in der Presse einen Kommentar abgegeben haben.

Nach 1,8 Jahren wird Uli Hoeneß vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, der 29.02.2016 soll es werden. Es wird ein Medienrummel erwartet, jeder möchte Uli Hoeneß fotografieren und filmen, wenn er in die Freiheit läuft.

Das man als BVB Fan die Geschehnisse automatisch verfolgt liegt in der Natur der Sache, denn Bayern ist in dieser Saison wieder einer unserer Hauptkonkurrenten, wenn auch aktuell etwas in weiter Ferne.

Die Meinungen sind geteilt

Die Stimmung in den Fanlagern ist etwas gespalten, die einen finden die vorzeitige Entlassung falsch, die anderen haben es gleich gewusst und wiederrum Andere finden es völlig in Ordnung. Fragt man mich nach meiner Meinung, dann teile ich diese gerne in die sachliche Ebene und die unsachliche Ebene auf.

Auf der sachlichen Ebene finde ich, dass der Rechtsstaat immer wieder Strafen ausspricht, die am Ende so gut wie keiner wirklich absitzen muss. Bei „Guter Führung“ erhält man auf Bewährung meistens Hafterlassung. Die Frage die ich mir dabei immer stelle ist, hat ein Mensch durch seine schwerwiegende Straftat die Chance verdient, sich wie in einem Punktesystem Tage in seinem Leben zurückzukaufen? (symbolisch betrachtet). Ich finde Ja, die 2.Chance sollte jedem gewährt werden.

Auf der unsachlichen Ebene sieht die Welt etwas emotionaler aus. Die Strafe für den Betrug war nach meiner persönlichen Ansicht völlig an der Realität vorbeigeschossen. Wer einen zweistelligen Millionenbetrag am Finanzamt vorbeischleust betrügt nicht nur den Staat, nein er betrügt jeden von uns der seine Steuern ehrlich jedes Jahr und jeden Monat einzahlt. Natürlich kann man ins Extreme verfallen und sagen, dass dieses Geld für die Sanierung von Schulen, neuen Kitas oder Spielplätzen gebraucht wird, das ja faktisch nicht ganz unrealistisch ist. Aber andersrum kann man auch sagen, dass die Millionen sinnlos in Projekten wie dem Berliner Flughafen verbrannt worden wären. Was aber bleibt ist der Eindruck, dass Uli Hoeneß hier ein sehr glückliches Urteil erhalten hat, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Was nervt ist die Scheinheiligkeit

Das der FC Bayern seinen Hoeneß nicht im Stich lässt war von vornerein klar, dass darf man auch absolut nicht schlecht reden, das verdient Respekt. Aber über das WIE können wir uns unterhalten. Das Hoeneß im Jugendbereich eingesetzt wird, mit Kindern arbeitet und diese fördert, Ja, das bleibt auch einer Richterin nicht verwehrt oder aber auch der öffentlichen Darstellung. Ein gekonnter Schachzug von Hoeneß und Co.
Zum Finale, kurz vor der Entscheidung über die vorzeitige Haftentlassung dann der Anruf beim Radio. Uli Hoeneß war dran und hat mal eben 10.000€ gespendet für den guten Zweck. Das Radiointerview ging rundum durch Deutschland, die meisten von euch werden es gehört oder den Inhalt in der Zeitung gelesen haben.

Der Radiosender hat auch die Spende über die Homepage angeboten ohne die große Show im Radio, einfach spenden, was Gutes tun und fertig. Die Aktion mit dem Radio, die öffentliche Wahrnehmung, alles stimmte kurz vor der Gerichtsentscheidung zur vorzeitigen Haftentlassung.

Der Mensch Uli Hoeneß

Über den Menschen „Uli Hoeneß“ freue ich mich aber, denn er polarisiert und ist meist ehrlich in seinen Äußerungen (Wenn er nicht gerade vor Gericht steht und die Zahlen vergisst).

Uli Hoeneß hat die Bundesliga geprägt über Jahrzehnte und Sie auch zu dem gemacht was Sie heute ist. Das keiner die Bayern mag ist sein Verdienst, denn Uli hat Alles und Jeden angegriffen und verbal die legendärsten Zitate rausgehauen. Natürlich zum Nachteil anderer Vereine.

Er hat bei mir Eindruck hinterlassen und ich habe Respekt vor Ihm als Mensch. Seine Taten bleiben großer Mist und meine Meinung, dass er zu lasch bestraft wurde bleibt auch als ewiger Eindruck hängen.

Aber willkommen zurück Uli Hoeneß, ich bin gespannt wie es weitergeht und werde die Reise weiter verfolgen, aber im Stillen…