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Wir führten ein Interview mit dem TV-Moderatoren Matthias Killing. Matthias werden wir noch öfters sehen in naher Zukunft, denn er begleitet für RAN die Europa League Spiele. Matthias ist Schalke Fan und wurde unter anderem auch zu unserem offenen Brief befragt. 

Der offene Brief, der auch Thema bei Sat.1 17:30 gewesen ist hat große Wellen geschlagen. Das ein Fanclub des BVBs den Schalkern die Hand reicht um damit ein respektvolles miteinander zu erreichen gab es zuvor noch nicht. War der Vormarsch gewagt? Wie stehst Du dazu?

Matthias Killing:
Ich finde, das ist genau der richtige Vormarsch. Als bekennender Schalker ist es in meinem Leben übrigens auch so, dass ich viele Freunde habe, die BVB-Fans sind. Ich habe oft und sehr gerne in Dortmund gearbeitet und habe immer großen Respekt gehabt vor der Entwicklung, die der BVB in den vergangenen Jahren genommen hat. Und: ich bin ein Kind des Ruhrpotts, geboren und aufgewachsen in Hagen. Ich bin eh der Meinung, dass wir im Ruhrgebiet alle zusammen halten sollten. Ich bin großer Fan eines respektvollen Miteinanders, deshalb finde ich den Vorstoß toll. Respekt dafür!

Als Schalke Fan hat man immer einen etwas anderen Blick auf den BVB. Wie siehst Du dort die aktuelle Situation?

Matthias Killing:
Sehr spannend. Mit Thomas Tuchel hat der BVB einen neuen Trainer, der die vielleicht größten Trainer-Fußstapfen aller Zeiten in Dortmund füllen muss. Aber: ich finde er ist ein toller Trainer, der in Mainz eine Menge bewegt hat. Wenn er das auch in Dortmund umsetzen kann - dann wird es riesig. Aber: er ist kein Entertainer wie Kloppo, daran werden sich die Dortmunder gewöhnen müssen. Wirtschaftlich ist es vorbildlich was in Dortmund passiert ist - da müssen wir Schalker sogar mit großem Respekt nach Dortmund schauen. Und die Stimmung im Stadion? Fast so gut wie bei uns… (lacht)

 

Unsere Anti Rassismus Kampagne hat schon viele namenhafte Befürworter gefunden, welche Wirkung können solche Kampagnen nach Deiner Einschätzung realistisch auf die rechtsorientierten Menschen haben? Und dazu natürlich die Frage ob auch Du Dich dort mit einem Statement verewigen möchtest?

Matthias Killing:
Mein Statement bekommt Ihr gerne: „Rassismus ist der gefühlte Weg zurück in eine Zeit, die wir alle zum Glück nicht erlebt haben. So etwas darf hier nie wieder kommen. Lasst uns gemeinsam aufstehen und kämpfen - für eine gerechte und tolerante Welt. Wir haben es selbst in der Hand“

Solche Kampagnen sind immer wichtig - auch wenn es nicht die größte Breitenwirkung hat, so zeigen die Fans doch klar wofür sie stehen. Das spricht sich rum. Leider wird immer nur über ein paar Vollidioten berichtet, die es nie kapieren werden. Also: lasst uns drüber reden, etwas machen - Ihr macht das super. Und gerade bei dem Thema könnten sich doch auch alle Fans zusammenschließen, egal welche Farben Ihr Trikot hat.

Wie siehst Du im Allgemeinen die Entwicklung der Fußballfans im Stadion?

Matthias Killing:
Nicht so dramatisch, wie es immer geschrieben wird. Ja, es gibt immer ein paar Idioten, die auffallen wollen um jeden Preis. Aber ich habe viel Stadien in Europa gesehen und erlebt. Wir haben es echt gut in Deutschland, es ist voll, wir sind modern und wir haben Hammer massige Stimmung. Zwischenfälle wird es immer geben, die gab es aber auch schon immer. Nur waren die Medien und die sozialen Netzwerke damals nicht da. Deswegen bekommt heute alles Negative eine größere Bedeutung. Insgesamt sage ich: die Entwicklung der meisten Fans in den Stadien ist positiv. Fußball ist ein Familienfest - und die vernünftigen Fans müssen halt dafür kämpfen, dass das auch immer so bleibt.

Wie bist Du Schalker geworden und kann man zu seinem Verein öffentlich stehen obwohl man wie Du selbst in der Öffentlichkeit steht?

Matthias Killing:
Ich bin Schalker geworden durch meinen Vater, er ist Schalker, ich bin es auch. Ganz einfach. Ich bin Fahnenmast im Garten groß geworden, als Kind das erste Mal im Parkstadion - der Weg war vorbestimmt. Und ja: als Fußball Moderator oder -Kommentator muss man ja Fan von irgendeinem Verein sein. Wir sind ja alle in diesen Beruf gegangen, weil wir Fußball lieben. Und jeder der Fußball liebt, hat ja Sympathien für einen Verein. Ich finde es ok, wenn man auch öffentlich dazu steht.

Dein Engagement gilt sehr dem Tierschutz, woher kommt diese Liebe und was muss man deiner Meinung nach dringend ändern und verbessern?


Matthias Killing:

Ich liebe Tiere seit ich denken kann, bin mit Hunden und Pferden auf dem Land groß geworden. Vor allem Hunde liebe ich sehr, meine Frau und ich haben selbst den kleinen Henry aus dem Ausland aus einer Tötungsstation gerettet. Dass es sowas überhaupt gibt. Wahnsinn. Ich finde, das komplette Bewusstsein muss sich ändern. Der Dichter Christian Morgenstern hat mal gesagt: „Wehe dem Mensch, sitzt eines Tages ein Tier im Weltgericht“. Da ist so viel Wahres dran. Aber: weltweit können wir das Bewusstsein nicht ändern. Aber wir können vor unserer Haustür kehren. Tierheimen helfen. Ich sage immer: der beste Freund des Menschen wartet im Tierheim auf Dich. Hier kann jeder easy helfen - kleine Sachspenden, Geldspenden oder nur Zeit. Sonntags mit Tieren aus dem Tierheim spazieren gehen… Das macht Spaß….