Wir haben uns mal sehr kritisch mit der neuen Plattform SPLITSEAT befasst. Die Idee hinter dieser Plattform ist, dass man Dauerkarten untereinander tauscht um speziell bei ausverkauften Spielen doch noch in den Genuss einer Karte zu kommen. Die Idee eine länder-, sportarten- und vereinsübergreifende Plattform zu schaffen, die dazu dient untereinander Karten zu tauschen ist an sich nicht verkehrt, auch das der Betreiber eine Gebühr von 2,50€ verlangt für die Vermittlung kann man durchaus noch als verständlich empfinden, aber problematisch wird es dann, wenn durch die Tauschplattform ein Profit erwirtschaftet wird, sprich der Dauerkarteninhaber zusätzliches Geld verdient außerhalb des Originalpreises.

Die Idee ist ja nicht neu, beim BVB gibt es mit der Fanabteilung einen Ort um Karten zu Originalpreisen abzugeben oder die Blocke zu tauschen, war dieser Bereich früher noch für alle Fans zugänglich, ist dieser Bereich heute auf die Mitglieder beschränkt.

Auf Splitseat ist es möglich einen Preis festzulegen, ähnlich wie dies auch bei Viagogo möglich ist. Die Grundidee hinter diesem Projekt finden wir positiv, da es auch Nicht-Mitgliedern die Möglichkeiten bietet Spiele zu verfolgen, auf die man sonst keinerlei Chancen hat. Und Dauerkartenbesitzer haben die Möglichkeit einen Teil ihrer Kosten für die DK zu decken. Erwähnenswert ist aus unserer Sicht, dass es bei SPLITSEAT die Möglichkeit gibt, die Dauerkarten auf seine Freunde einzuschränken, somit können nur die eigenen Freunde ein Buchung vornehmen.

Problematisch wird es dann, wenn mit den Karten Profit gemacht wird. SPLITSEAT nimmt im Moment keinen Einfluss auf die Preisgestaltung, auch wird die Übergabe / Rückgabe der Karten sowie die Bezahlung des Unkostenbeitrags ausserhalb der Plattform unter den Beteiligten geregelt. Wenn der Betreiber von Splitseat hier noch reagiert und die Plattform so gestaltet, das die Originalpreise zu den Obergrenzen gehören, dann könnte das ein ziemlich großartiges Projekt werden mit einer Gewinnsituation für Verkäufer und Abnehmer. Wenn sich die Plattform auf die gleichen Wege wie VIAGOGO bewegt, wird es schnell bergab gehen, das wäre für eine Idee solcher Art sehr schade.

Wer sich einmal selbst ein Bild über dieses Projekt machen möchte, der darf das gerne unter folgendem Link tun: http://www.splitseat.de/ 

Wir hoffen das dass Potenzial eines solchen Projektes in die richtigen Bahnen gelegt wird.

Darum können wir momentan nur eine bedingte Empfehlung aussprechen und erhoffen uns, das aus diesem Projekt etwas wird, das fair und transparent für alle Fans ist, auch finanziell.

Das Dortmund ein Rassismus Problem hat ist nicht erst seit SS-Siggi bekannt. Dass es jetzt Daniel Lörcher trifft, der seines Zeichens sehr engagiert in der Anti-Rassismus Thematik arbeitet ist daher nicht verwunderlich. Daniel ist Fanbetreuer beim BVB und leistet großartige Arbeit, die einigen wenigen Vollpfosten auf die Füße tritt. Am Sonntag wurde er dafür im Stadion von rechtsorientierten Idioten angefeindet. Natürlich in Form eines Spruchbandes, die Täter dieser feigen Tat werden nun ermittelt.

Es sind Anfeindungen die auch ich zu genüge kenne, nicht so öffentlich wie es bei Daniel passiert ist, aber schon sehr aggressiv und umfassend. Seit vielen Jahren betreuen wir als Fanclub unser Anti-Rassismus Projekt. Dieses beinhaltet auch, dass wir uns oft zu aktuellen Geschehnissen zu diesem Thema äußern und uns ausdrücklich davon distanzieren. In Folge dessen kam es zu Drohanrufen, Pöbelmails oder Anfeindungen in diversen Foren.

Als 1.Vorsitzender klingelte natürlich immer mein Telefon. Es waren Anrufe dabei mit Sätzen wie „Dich Muslimfreund bringen wir zur Strecke“ oder auch ganz kreative Sachen wie „Wir werden dich an der Moschee aufhängen“. Ich freue mich ehrlich gesagt über diese Anrufe, weil wir dadurch auch sehen können dass wir etwas erreichen. Zumal diese Anrufe auch meiner Belustigung dienen. Dem Typen der mich an der Moschee aufhängen wollte konnte ich mit auf den Weg geben, dass man mit mangelnder Intelligenz nicht mal einen Haken an die Wand kriegt. Er schrie dann noch „Heil Hitler“ und lag auf.

Jetzt in der aktuellen Flüchtlingsthematik verteilen sich die Anfeindungen auf viele großartige Menschen, einer davon Daniel Lörcher. Wir können nur sagen, durchhalten und Paroli bieten. Wenn die Themen aus den Medien verschwunden sind, werden die Rechtsradikalen bestraft sein und die Couch-Nazis von Pegida und co wieder vor RTL sitzen und über Ihr armseliges Leben jammern.

Bis dahin durchhalten, denn die Menschen die wir damit unterstützen werden es uns danken.

 

Die Aktion mit gut gemeinter Geste ist ein Witz, ein Witz über den man nicht mehr lachen kann. Wir werden uns als Fanclub in aller Form von dieser Aktion distanzieren und sind beschämt darüber, mit welcher Scheinheiligkeit beide Unternehmen die Gutmütigkeit in den Vordergrund zu stellen um das eigene schlechte Image aufzupolieren.

Zu den Gründen:

- Bei Hermes arbeiten Menschen die jeden Tag an Ihr Limit gehen, teilweise bis zu 14 Stunden und nach stark leistungsorientierten Verträgen wird hier gearbeitet. Leistungen die nur durch Mehrarbeit zu schaffen sind. Wer hier mal eine schöne Alltagsgeschichte lesen möchte…
Quelle: https://publik.verdi.de/2014/ausgabe-07/gesellschaft/reportage/seiten-12-13/A0 

- Über die BILD Zeitung brauchen wir wohl nicht viele Worte verlieren, so waren es doch die BILD Reporter die immer wieder mit überspitzten Artikeln gegen Asylbewerber angegangen sind. Jetzt der Schwenk in eine solidarische Handlung?  BILDBLOG hat dies mal zusammengefasst: http://www.bildblog.de/70018/wer-nicht-fuer-bild-werben-will-muss-gegen-fluechtlinge-sein/ 

Wir hoffen auch, dass der BVB diese Scheinheiligkeit nicht unterstützt und zwei Unternehmen bei ihrer Imagekampagne auf Kosten von Flüchtlingen in ihrer Sache bestärkt.

Wer Menschen unwürdig für harte Arbeit entlohnt und wenn ein Zeitungsblatt permanent Menschen verletzt, Stories erfindet für die gute Auflage und Personen in ihrer Privatsphäre stört, wie kann man die Ernsthaftigkeit hinter einer solchen (eigentlich guten) Aktion erkennen. Wir können dies nicht seriös tun und werden uns als „kleiner“ Fanclub von solcher Scheinheiligkeit distanzieren und hoffen das weitere Vereine und Fanclubs sich anschließen.

Wer wirklich etwas für Flüchtlinge tun möchte, der spendet Sachgegenstände, ein Lächeln und wirbt für mehr Toleranz.

Wer Spenden möchte, kann das hier tun:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/ 

Wir hoffen, dass der BVB bis Sonntag noch eine etwas andere Entscheidung trifft und sich von Kaiserslautern inspirieren lässt, die ebenfalls diese Aktion boykottiert und einen eigenen Thementag für Flüchtlinge machen, die diesem Thema auch gerecht wird.

 

Pommes Schwarz Gelb dürfte wohl jedem eingefleischten Dortmund-Fan ein Begriff sein.

Die vier Jungs spielten schon etliche Konzerte und veröffentlichten mehrere CD's. Musik von Fans für Fans, hat sich Pommes selber auf die Fahne geschrieben. 2016 gibt es die Band nun 10 Jahre, dazu findet ein 10 Jahre Jubiläumskonzert statt in Dortmund.

Viele Bands sowie Musiker aus der Fanszene treten mit PSG dort auf. Die Band spendet für das Event 2 Karten sowie zwei Album und Maxi CD's für die Tombola.

Link zum Event: https://www.facebook.com/events/870703139690794/ 
Bekannter Song der Band: https://www.youtube.com/watch?v=3dwoN4HF3D0  

Lieber DFB,

das Thema „Rassismus“ beschäftigt uns schon seit der Gründung 2004. Damals waren die rassistischen Probleme noch im Verborgenen. Heute zu Zeiten der Flüchtlingsthematik kommen immer mehr Rassisten auch an die Öffentlichkeit und propagieren ihren Fremdenhass für die breite Öffentlichkeit. Plötzlich ist auch Rassismus wieder in den Kreis- und Bezirksligen präsenter als jemals zuvor. Aber passiert hier etwas? Nein, das tut es leider nicht.

Hier wird ein System offen gelegt aus Vereinen, die nach rassistischem Auswahlverfahren und der Idee, nur Deutsche in ihrem Verein haben zu wollen freigelegt. Zuschauer werden wieder aggressiver und schreien Hassparolen auf den Platz wenn Spieler mit ausländischen Wurzeln über den Rasen laufen, meist unterstützt von Schiedsrichtern mit gleicher Denkweise aus dem Nachbarort. Beim Sportgericht, wo dieser Fall dann landet, wird das Problem wegdiskutiert aus Angst vor schlechter Presse, die aus Rassismus gerne mal einen Skandal machen. Aber lieber DFB, es ist ein Skandal dass der Einfluss ihrerseits nicht runter reicht bis in die kleinen Ligen. Es reicht nicht Flyer zu verteilen und sich mit Fotos von integrierten Vereinen zu schmücken. Die Probleme müssen dort angesprochen und bekämpft werden, wo sie wirklich stattfinden. Durch das Land zu ziehen und sich mit den Erfolgen zu schmücken sollte nicht die einzige Aufgabe des DFB´s sein.

Und so findet eine gewisse Akzeptanz zum Thema Rassismus statt, die wir so nicht unterstützen wollen und können. Wir fordern den DFB hier auf, die Ernsthaftigkeit deutlich zu steigern, Verdachtsfällen intensiver nachzugehen und die Flyer mal zu Hause zu lassen. Allein durch Botschaften können diese Probleme nicht gelöst werden.

Wir haben absolutes Verständnis dafür, dass Ihr nicht überall sein könnt um die Probleme zu lösen, uns würde schon reichen, wenn das Thema viel ernster genommen wird und aktiver bekämpft wird, denn nur so schafft man auch in den Bundesligastadien wieder mehr Toleranz, denn die meisten Fans kommen aus der Kreisliga oder haben Kinder die in einer solchen Liga spielen.

Nehmt die Sache bitte wieder ernster, auch in der Kreisliga!

Unterzeichnet von

BVB Freunde Deutschland

UND

FUSSBALL-FANS GEGEN RECHTS - www.facebook.com/FUSSBALL.FANS.GEGEN.RECHTS