Wir haben uns mal der Fantasie hingegeben eine Mannschaft zu erstellen, wie sie im Jahre 2016/17 aussehen würde, wenn alle Gerüchte der Wahrheit entsprechen würden.

Nahezu jeden Tag gibt es neue Gerüchte, neue Spekulationen und neue Transfers die bereits als sicher vermeldet werden.

Jeder von uns fällt mal drauf rein und freut sich auf Spieler XY und prahlt damit bereits bei seinen Freunden. Das kann öfters auch mal voll in die Hose gehen.

Wir haben uns mal den Spaß gemacht und jedes Gerücht auf die bare Münze genommen. Viel Spaß damit.

Wir fangen mit den Zu- und Abgängen an. (Stand 15.01.16)

Zugänge:

- Yunus Malli (FSV Mainz)
- Andriy Yarmolenko (Dynamo Kiew)
- Sofiane Boufal (LOSC Lille)
- Bruma (San Sebastian)
- Andrija Zivkovic (Partizan Belgrad)
- Malcom (Sao Paulo)
- Havard Nordtveit (Gladbach)
- Edin Dzeko (AS Rom)
- Hatem Ben Arfa (OGC Nizza)
- Solomon Kvirkvelia (Rubin Kazan)
- Manolo Gabbiadini (SSC Neapel)
- Romelu Lukaku (FC Everton)
- Jeisson Vargas (CD Universidad Católica)
- Roberto Soriano (S. Genua)
- Antonio Candreva (Lazio Rom)

Morgen beginnt mit Heilig Abend das Weihnachtsfest, viele verbringen die Zeit mit ihren Familien oder fahren über die Feiertage in den Urlaub. Man sagt, das Weihnachten das Fest der Liebe ist. In den Tagen der Flüchtlingskrise steht dieses Motto umso mehr auf den Prüfstand. Auch wir wissen dass die Situationen vereinzelt nicht leicht sind und unter den Flüchtlingen auch böse Menschen dabei sind.

Aber es gibt auch die andere Seite, die Seite von Kindern, die zu sehen mussten wie ihre Eltern erschossen wurden, die Seite die einfach Angst hatte vor dem Tod, dem Hunger oder der Folter, die Seite die sich ein besseres Leben wünscht ohne Angst und Sorgen. Diese Seite von Menschen müssen wir unterstützen und wertschätzen, in unsere Gesellschaft integrieren, respektieren und willkommen heißen. Das sind später auch die Menschen die dankbar sein werden und uns dabei helfen werden, die bösen Menschen, die uns hier nichts Gutes wollen rauszuschmeißen.

Der Teil der Menschen die uns nichts Gutes wollen ist aber gering, aber dieser Teil ist es der auch uns Angst macht den guten zu Vertrauen. Lasst diese Angst nicht zu, denn gute Menschen erkennen schnell wer einem etwas Schlechtes möchte oder es gut mit einem meint. Gebt jedem Menschen die Chance zu zeigen auf welcher Seite er steht.

Wir, die BVB Freunde Deutschland werden auch 2016 wieder für Toleranz und Respekt einstehen und uns vermehrt mit dem Anti-Rassismus Projekt beschäftigen. Wir sagen allen Mitgliedern ein dickes Dankeschön für die Unterstützung und wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Unsere Tombola für die Neven Subotic Stiftung hat einige Gemüter erregt. Natürlich war dies in vielen Fällen auch absolut berechtigt. Wir wollen einmal chronologisch aufarbeiten, was eigentlich passiert ist.

Verkauf der Lose:

Der Verkauf der Lose verlief weitestgehend reibungslos, die Probleme traten dann vermehrt bei der Bezahlung auf. Zügig übermittelten wir die Zahlungsdaten und warten bis auf Heute auf staatliche Summen, die eigentlich dem guten Zweck dienen sollten. Wir fragten uns: Warum kauft Jemand Lose und bezahlt dann nicht?

Die Verlosung und die Gewinner:

Als die Verlosung abgeschlossen war, schrieben wir die Gewinner unmittelbar danach an. Julia Schaumäker freute sich über das Wohnzimmerkonzert mit Jo Marie, Charles Ney bekam ein BVB Badehandtuch, Sarah Lurz freute sich über eine BVB Geldbörse und einen Füller, Christopher Stolze freut sich auf das Jubiläumskonzert von Pommes Schwarz Gelb und viele weitere Gewinner waren zufrieden und haben ihre Preise auch bereits erhalten.

Aber es gab auch Gewinner, die sich schlichtweg bis heute nicht gemeldet haben und es gab Gewinner die uns geantwortet haben. Hier ein Auszug aus den Mails:

„Was soll ich mit einer Scheiß Autogrammkarte?“
„Ich will keine CD, ich hab nur wegen dem Wohnzimmerkonzert mitgemacht, könnt Ihr behalten“
„Hätte ich bloß nicht mitgemacht, was soll ich mit einem stück pappe“

Aber wir haben jedem eine faire Chance gegeben. Wir haben uns eine Zeit von 4-5 Wochen eingeräumt um auf die Gewinner zu warten die uns nicht antworten.

Die Zeit des Wartens:

In der Zeit des Wartens waren natürlich viele von euch verunsichert. Viele haben auch die aktuellen Stände auf Facebook nicht verfolgt und sich gefragt wo es nun weitergeht. Unser Fehler lag sicher darin, dass wir nicht auch auf unserer Webseite die aktuellen Statusmeldungen gepostet haben, dafür entschuldigen wir uns. Nicht jeder hat Facebook und liest dort mit.

Das der BVB sich für die Menschenrechte einsetzt ist allseits bekannt, warum es den BVB dann aber nach Dubai verschlägt ist mir ein Rätsel. In der offiziellen Pressemitteilung heißt es am Schluss

„Trotz lukrativer Angebote hat der BVB übrigens mehrere Testspiel-Offerten aus Ländern ausgeschlagen, in denen die Menschenrechts-Situation nicht mit den Maßstäben von Borussia Dortmund in Einklang zu bringen bzw. eine offene Diskussion über das Thema Menschenrechte nicht möglich ist.“

Nun lehnt man Testspiele aus Ländern, in denen die Menschenrechte nicht groß geschrieben werden kategorisch ab, reist aber mit der kompletten Mannschaft in ein Land, das von Menschenrechten mal so gar nix hält. Die Diskriminierung von Homosexuellen gehört in Dubai noch zu den harmlosesten Sachen, wenn gleichauf auch als sehr negativ zu bewerten. Immer wieder sterben Gastarbeiter in Dubai, weil Sie unter schwersten Arbeitsbedingungen arbeiten müssten ohne ausreichend Sicherheit.

Aber auch der Lohn ist dort menschenunwürdig, Menschenrechtsorganisationen bezeichnen die Praxis als „moderne Sklaverei“ und meinen es dabei sogar noch gut. Human Rights Watch sieht das Hauptproblem darin das Fehlen einer Zivilgesellschaft in Dubai. Es gebe niemanden, der Menschenrechtsverletzungen überwachen und kritisieren würde.

Wer versucht Streiks zu organisieren, wird aus dem Land geworfen, möchte man als Arbeiter freiwillig die Arbeit beenden, ist dies nicht möglich, da die Pässe einkassiert wurden. Es ist Sklaverei. Die Trainingszentren in Dubai wurden eben mit jener Ausbeutung und Menschenrechtsverletzung hergestellt, die Zentren über die der BVB bald laufen wird, wissentlich das dort Arbeiter für einen Hungerlohn gearbeitet haben ohne jegliche Rechte, Arbeitssicherheit oder ausreichend Freizeit und Freiheit.

Lieber BVB,

Testspiele gegen Gegner aus fragwürdigen Ländern abzusagen ist ein guter Schritt, aber auf einem Rasen zu laufen, der mit widerwertigen Methoden bepflastert wurde und für den die Menschen jegliche Würde hergeben mussten finde ich persönlich weitaus schlimmer.

Ich hoffe auf ein Umdenken, damit die Aktionen rund um die Menschenrechte nicht nur Scheinheiligkeit und Imageaufbesserungen sind, sondern ernsthafte Interaktionen für die auch eigene Vorteile und Bedürfnisse hinten angestellt werden.

Die Frage ist ja, würden in Nordkorea die optimalsten Bedingungen sein, würde man dann auch dort hingehen? Weil viel besser als Nordkorea ist die Menschenwürde in Dubai auch nicht.

Es ist passiert, der Terror hat nicht nur Europa erreicht, nein, er hat auch die Fußballstadien erreicht. Ein ziemlich sicherer Ort wird plötzlich ohne Vorwarnung unsicher, viel mehr noch, es wurde ein Spiel abgesagt.

Ich heiße Matthias und habe keine Angst vor dem Terror, aber ich wohne auch in einem sehr abgelegen Dorf mit vielleicht 1.000 Einwohnern und weiß, dass hier so schnell kein Terrorist herkommt um etwas in die Luft zu jagen. Würde ich in Hamburg, Berlin oder München wohnen, wäre das sicher ganz anders.

Wenn ich zum Fußball gegangen bin, war dies immer ein Moment in dem ich alle Sorgen, Ängste und andere Dinge die mich beschäftigen vergessen konnte. Für den Moment im Stadion zählte nur mein Verein, meine Unterstützung und das feiern von Siegen und das analysieren von Niederlagen. Ich stehe oder sitze da neben meinen Freunden, die genau wie ich, für diesen Moment den Alltag vergessen, sich wohl fühlen und einfach gute Laune haben.

Viele von uns fühlen sich auch in den eigenen vier Wänden sicher, in dem Ort in dem Sie leben. Das Problem ist, das jeder Mal vor die Tür muss und auch möchte. Ein Musical in Hamburg, ein Theaterbesuch in München oder durchs Regierungsviertel schlendern in Berlin. In den Gedanken stehen jetzt die Eindrücke von Paris und Hannover, jeder geht mit einem anderen Gefühl los, guckt wer sich verdächtig verhält, bei wem der Rucksack größer als normal ist.

Jetzt trifft es den geliebten Fußball, eine Volkssportart in vielen Ländern und die Terroristen betreten ein Gebiet, das Sie zuvor immer verschont haben. Naja und plötzlich ist auch der Fußball ein unsicherer Ort geworden, ein Stadionbesuch könnte Folgen haben, die wir uns nicht mal ansatzweise vorstellen können.

Ist das Panikmache oder falsche Angst? Ja, vielleicht, aber es sind auch die Gedanken und Gefühle die einem jetzt in den Kopf schießen. Wenn der BVB am 29.11 den VFB Stuttgart empfängt wird das Stadion ausverkauft sein, es wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein sehr sicherer Ort sein, aber wir werden trotzdem mit einem anderen Gefühl auf der Südtribüne stehen, im Westen sitzen oder auf der Nord.

Was uns die Terroristen nicht nehmen können ist unsere Vereinsliebe, denn sobald der Schiedsrichter anpfeift, vergessen wir wieder für einen Moment die Sorgen und Ängste die wir haben, dann zählt nur der Verein, die Mannschaft und das wir siegreich sind. Wir lassen uns den Spaß nicht nehmen, aber wie vieles im Leben haben uns diese Vorfälle eine kleine Wunde in unsere Seele gerissen, die dafür sorgt, dass wir nun vorsichtiger sind….

In diesem Sinne, passt auf euch auf. HEJA BVB!