Wie bereits gestern auf unserer Facebookseite angekündigt, möchten wir uns heute ausführlicher zu unserer Ablehnung gegen beide Fangruppen aus Köln und Dortmund äußern.

Zu den BOYZ aus Köln brauchen wir nicht viel sagen, die Werte die wir vertreten stehen mit dieser Gruppierung nicht überein. Die BOYZ aus Köln nahmen an einem Turnier in Moskau teil das rechtsextreme Hintergründe hatte, das beim Derby gegen Düsseldorf ein Plakat zur Folge hatte mit der Aufschrift „James Boyz 007 - Hitlergrüße aus Moskau“

Aber auch eine Razzia im BOYZ Vereinsheim war für die Polizei erfolgreich, sie fanden dort Waffen und Drogen. Auch die Nähe zur rechtsextremen Szene wird laut Polizei genauer beobachtet.

Das die DESPERADOS die BOYZ nun tatkräftig unterstützen ist die logische Konsequenz, so waren die Desperados und die Boyz maßgeblich am Derbyskandal mit Straßenschlachten und Vandalismus beteiligt, bei der auch während des Spiels eigene Spieler zum Ziel der Angriffe wurden. Das auch einige Mitglieder der DESPERADOS der rechten Szene näher sind als man es für gut heißen könnte ist einschlägig bekannt.

Die Aktion in Stuttgart mit dem Plakat „Je suis Boyz Köln“ war nicht nur geschmacklos gegenüber den Opfern des Anschlages in Frankreich, sondern auch ein deutliches Zeichen dafür, wie Selbstreflektiert die Aktion in Gladbach verlaufen ist. Nämlich gar nicht. Auch die Stellungnahme der BOYZ zeigt uns, das Selbstkritik und Aufklärung gar nicht stattfinden.

Kollektivstrafen und Verallgemeinerungen:

Natürlich lehnen wir Kollektivstrafen entschieden ab, sehen aber einen Verein der auf taube Ohren stößt in Sachen Aufklärung und wegen weiterer Verfehlungen bereits Druck von Politik und DFB verspürt.

Verallgemeinerung, auch unsererseits findet dann statt, wenn Gruppen sich geschlossen präsentieren. Natürlich gibt es bei Desperados und den BOYZ Mitglieder die derartige Verfehlungen nicht gut finden, aber wer mit dem Schwarm mitschwimmt, wird auch vom Hai gefressen.

Die BVB Freunde Deutschland distanzieren sich von den BOYZ, Desperados und auch von Kevin Großkreutz der den BOYZ nahe steht. Rechtes Gedankengut, Gewalt und Drogen sind nicht im Einklang unserer Wertvorstellungen und sind unserer Meinung nach entschieden abzulehnen.

Wir bitten den FC Köln aber darum, nicht dem Druck der Medien, DFB und Politik nachzugeben und Menschen zu bestrafen die mit der Sache nix zu tun haben. Aktionismus bringt der Sache nix. Die Täter sollten ermittelt und mit aller Härte bestraft werden. Das die BOYZ ausgeschlossen werden ist aufgrund der oben genannten Verfehlungen schon vor dem Vorfall in Gladbach notwendig gewesen, da hat man in Köln geschlafen.

Auch der BVB wird wegen des Plakattes in Aktion treten sagt Watzke und es wird Stadionverbote hageln, notwendig, bekämpft aber nicht das Ur-Problem…



Die "Wand gegen Rassismus" hat weiteren prominenten Zuwachs bekommen. Neu mit dabei sind jetzt

Fussball gegen Nazis.de von der Amadeu Antonio Stiftung und aus Potsdam dürfen wir Danke sagen, dass die F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit,Rassismus und Intoleranz unser Projekt unterstützt.

Das Projekt wird bald weiter ausgebaut und bekommt mit den Statements der Mitglieder eine neue Kategorie, damit wir als Fanclub auch geschlossen zeigen das wir uns gegen Rassismus positionieren.

 

Hallo Zusammen,

heute um 10:00 Uhr muss ich beim Training sein, mein Team Borussia Dortmund startet dann direkt mit ein paar Laufeinheiten. Natürlich bin ich schon 1 Stunde eher da, ich will zeigen das ich es ernst meine. Ach Mist... ich hab ja um 08:00 Uhr noch einen Termin mit der Lokalzeitung, die Reporter werden mich sicher Fragen warum wir momentan so schlecht spielen. Wir haben diese Fragen doch schon so oft beantwortet und trotzdem macht es mir jedes Mal wieder Angst. Was ist, wenn ich etwas falsches sage, oder mir rausrutscht das ich Angst habe wenn ich auf die Tabelle gucke? Oder auch Angst empfinde in den Bundesligaspielen entscheidende Fehler zu machen?

Ich verdiene hier gutes Geld und darf keine Fehler machen, Fehler kosten meinem Verein Geld, Geld das er an mich weitergibt. Was ist, wenn die mich nicht mehr wollen? Ich darf auf keinen Fall ein Gegentor verschulden oder zu viele Fehlpässe spielen, das schadet uns doch und das können wir aktuell nicht gebrauchen.

Und die Fans? Ja die Fans zahlen Eintritt, die wollen doch was sehen, was ist denn nur los mit uns? Der Termin mit der Lokalzeitung war wie erwartet, sie wollten wissen wie wir aus der Krise rauskommen wollen. Ich kann nur die Antworten geben, die mir der Pressesprecher auf einen Zettel geschrieben hat, denn ich selber weiß nicht mal, wie wir in diese Krise gekommen sind. Wir waren doch Zweiter, hatten gute Ambitionen und sogar in der Königsklasse tolle Leistungen abgeliefert. Was wenn wir absteigen, verliere ich dann die Hälfte meiner Freunde im Verein? Und der Trainer? Er ist doch wie ein Vater zu uns, er sagt das irgendwann der Zeitpunkt kommt zu gehen, das wäre das Fussballgeschäft. Ich muss unbedingt alles für meine Freunde und meinen Trainer geben und auch die Fans zahlen Geld um mich spielen zu sehen, das muss ich doch gut machen. Aber was wird morgen über mich in der Presse stehen, wenn ich Fehler mache? Mögen mich die Fans dann noch?

Oh Mann, jetzt hab ich auch noch einen Schlag aufs Knie bekommen beim Training, ich muss unbedingt spielen, mit Schmerzmitteln wird es schon irgendwie gehen. Ich muss doch den Verein retten, sonst verliere ich so viel.

Das Training ist zu Ende, ich fahre jetzt nach Hause, ein Radiosender hat mich für 1 Stunde in eine Fussballshow gebucht und es werden wohl wieder die gleichen Fragen gestellt...

Alles war viel einfacher, als wir Zweiter waren....


Liebe Borussen,

 

morgen fängt die Rückrunde an, dann rückt auch der geliebte Fussball wieder in den Vordergrund. Heute möchten wir aber mit Stolz verkünden, dass wir mit „Gib Rassismus keine Chance!” e.V. einen weiteren Partner in unseren Reihen haben, der uns beim Projekt gegen Rassismus unterstützen.

Eventuell folgen bald weitere Aktionen, dazu dann aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr, was wir verraten können ist, das beidseitig Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit besteht.

Zum Statement gehts unter folgendem Link:

http://www.bvb-freunde.de/anti-rassismus/wand-gegen-rassismus.html

Dass man für die gute Sache, im Kampf gegen Unmenschlichkeit und rechtem Gedankengut auch mal Gegenangriffen ausgesetzt ist, musste Polizist, Schlagersänger und Borusse Marcus Kuno nun leider schmerzlich erfahren, als er unser Anti-Rassismus Projekt mit einem Beitrag auf seinem Profil unterstützte.

Ein bislang unbekannter Neonazi fertigte ein Facebookprofil mit dem dem Namen "Marcus Kuno" an und steuerte diesem Profil rechtes Gedankengut bei, wie beispielsweise Adolfs Hitler als Profilbild.

So schmerzlich die Erfahrung für Marcus Kuno auch sein mag, so wertvoll ist es zu wissen, dass unsere Arbeit scheinbar Früchte trägt und die ersten Rechtsradikalen sich angegriffen fühlen.

Marcus hat dies natürlich zur Anzeige gebracht und wir werden die Polizei und die Staatsanwaltschaft aus öffentlichem Interesse um Aufklärung bitten. Mehr können wir in diesem Fall nicht beitragen, aber es wird eventuell reichen um den Täter vielleicht zu fassen.

Wir machen weiter, unbeeindruckt von der Aktion.