Mitgliederanzahl

1.382 
davon unterstützende Mitglieder: 6

Facebook

Sponsoren

 

 Bet-Soccer.Net - Bester Quotenvergleich für Fußball Wetten



Spendenaktion

Bundesliga-Tabelle

Besucher

Heute652
Gestern702
Woche2519
Monat20467
Gesamt2339715

Es müssen nicht immer fünf oder sechs schwarz-gelbe Tore sein. Man kann auch mit weniger erzielten Treffern zum Sieg kommen. Am 05.Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann Borussia Dortmund das Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Freiburg, nach einer guten Mannschaftsleistung, verdient mit 3:1 und setzt sich nun in der Liga-Tabelle mit 12 Punkten und einem Torverhältnis von 16:04 oben fest.

Personelle Situation und Startelf
Auch im achten Pflichtspiel der Spielzeit 2016/2017 musste BVB-Coach Tuchel verletzungsbedingt auf jede Menge Spieler verzichten, darunter die Langzeitverletzten Reus, Durm, Subotic und Bender. Schürrle nahm zwar wieder am Lauftraining teil, war aber noch nicht fit genug für das Spiel gegen Freiburg. Hinzu kamen die Ausfälle von Bartra wegen einer Adduktorenzerrung und Ramos wegen Adduktorenprobleme. Die Spieler Park und Sahin schafften es nicht in den 18er-Kader. Gegenüber dem klaren Auswärtssieg in Wolfsburg vor drei Tagen wurde die Startelf von Tuchel nur leicht verändert und schickte folgende 11 BVB-Spieler auf den „heiligen Rasen“ des Tempels: Bürki, Piszczek, Sokratis, Ginter, Schmelzer, Weigl, Dembélé, Castro, Götze, Mor, Aubameyang.


Spielverlauf – Erste Halbzeit
Freitagabend – es ist dunkel - das Flutlicht geht an im schönsten Stadion der Welt und Borussia Dortmund spielt - Schwarz-Gelbes Fußballherz, was willst du mehr.

Um 20:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Dingert das erste Spiel am fünften Spieltag, zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg, an. Die Gästen aus dem Breisgau führten den Anstoß aus und der BVB spielte in den ersten 45 Minuten in Richtung Nordtribüne und hatte die lautstark unterstützende „Gelbe Wand“ im Rücken. Die Rahmenbedingungen für das Flutlicht-Spiel waren sehr gut – witterungsbedingt war es trocken, noch angenehm warm und der Dortmunder Rasen war, wie er es immer ist, in einem Top-Zustand. Die Gäste zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie unbedingt mitspielen wollten und hatten sofort Zug nach vorne. Nach 35 Sekunden hatte Abrashi aus einer sehr guten Schussposition den ersten Abschluss, traf aber den Ball nicht richtig, sodass die Kugel weit am Tor vorbei ging. Und der Aufsteiger blieb weiter dran und Piszczek konnte in der zweiten Minute einen Schuss von Petersen, aus halbrechter Position, gerade so noch abfälschen und zur Ecke klären, die aber, zum Glück für den BVB, nicht gefährlich wurde. Die Freiburger kamen sehr gut in dieses Spiel herein und der BVB war erst mal damit beschäftigt, in der Defensive für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. In der 5.Spielminute hatte der Aufsteiger die große Chance zum 1:0 – auf Höhe der Mittellinie wurde ein Spieler der Freiburger angespielt, der das Leder sofort nach vorne weiterleitete und alle BVB-Abwehrspieler blieben stehen und versuchten auf Abseits zu spielen, was aber misslang; Nutznießer war Grifo, der über die halblinke Seite alleine auf das Tor von Bürki zulief und im Strafraum zum Schuss kam, aber der Versuch war am Ende so lasch, dass der BVB-Keeper, der vor drei Tagen beim Spiel in Wolfsburg bester Dortmunder war, keine Mühe hatte, die Kugel zu halten. Die Gäste begannen stark und störten die Dortmunder schon sehr früh und weit in deren eigene Hälfte. Die Borussen wirkten in den ersten zehn Minuten überrascht vom mutigen Auftritt der Gäste und kamen überhaupt nicht in die Partie rein. Freiburg verteidigte extrem hoch, drückte die Dortmunder Mannschaft mit eigenem Pressing tief in die Borussenhälfte zurück; der BVB schlug die Bälle nur hoch und weit aus der Gefahrenzone und die

Freiburger konnten sich die Bälle sofort zurück holen und zurück erobern. Dortmund fiel mit schlechten Aufbauspiel, wenig Tempo, zu wenig Ballsicherheit und ungenauen Pässen, sowie Zuspielen auf. Nach 10 Minuten konnte man festhalten, dass Freiburg das bessere Team war, was allen Personen, die im und außerhalb des Stadion das Spiel verfolgten, doch sehr wunderte. In der 11.Spielminute gab aber dann der BVB sein erstes Offensivzeichen ab – Götze, der mit dem heutigen Spiel sein Heimdebüt nach seiner Rückkehr zum BVB gab, spielte das Leder zu Dembélé und seine Flanke über die linke Seite wurde am Ende zu einem Torschuss und das Leder flog, noch leicht berührt vom Freiburger Schlussmann Schwolow, knapp am rechten Torpfosten vorbei. Nach einer Viertelstunde Spielzeit kam der BVB so langsam in die Partie hinein – mit viel Ballbesitz, der bei über 60 Prozent lag, versuchte Schwarz-Gelb, die Kontrolle und die Sicherheit zu gewinnen, um ein vernünftiges Auftreten hinzulegen. Auch die Passsicherheit, die Zuspiele und das Gewinnen der Zweikämpfe wurden von Minute zu Minute besser. In der 16. Spielminute zog Dembélé über die linke Offensivseite nach innen und zog aus über 18 Metern ab, aber die Kugel flog weit über das Tor. Eine Minute später klärte der BVB im eigenen Strafraum das Spielgerät unzureichend aus der Gefahrenzone und Petersen kam am Ende zum Schussversuch, aber verfehlte das Tor. Wiederum nur eine Minute später hatte der BVB die große Chance zum 1:0 – auf Höhe der Mittellinie, zentrale Position verlor Piszczek den Ball und Freiburg war dabei einen Konter zu starten, aber Ginter passte sehr gut auf, holte sich das Leder, lief ein paar Meter nach vorne und spielte einen glänzenden Pass in den Lauf von Aubameyang, der über die halbrechte Position nach vorne sprintete und seinen Gegenspieler stehen ließ; im Strafraum „chippte“ der Gabuner das Leder an den mittlerweile aus dem Tor herausgestürmten Freiburger Keeper vorbei und die Kugel flog ganz knapp am linken Torpfosten vorbei. Und nun wurden die Schwarz-Gelben von Minute zu Minute stärker und erhöhten den Druck. In der 20.Spielminute zog Mor, der sein Startelf in der Bundesliga feierte, über die rechte Seite nach innen und zog aus knapp 18 Metern, zentrale Position ab und sein Versuch wurde von einem Gäste-Spieler gerade so noch abgefälscht. Anschließend hatte Dortmund zwei Eckbälle, die aber nichts einbrachten. Auffälligster Dortmunder bis zu diesem Zeitpunkt war Dembélé gewesen, der immer wieder über die linke Seite versuchte, Offensivaktionen mit seinem Tempo und mit seinen Dribblings einzuleiten. Auch Mor auf der rechten Offensivseite machte nun immer mehr „Dampf“ nach vorne. Und der kleine, quirlige, wendige, flinke und freche Mor hatte nach 22 Minuten die nächste große Möglichkeit für Dortmund – nach einer starken Einzelaktion und nach dem Innenziehen von der rechten Seite ins Zentrum, schoss er die Kugel auf das Tor und der Schuss nahm, auch weil er noch minimal abgefälscht wurde, eine krumme Flugkurve ein und am Ende landete das Spielgerät auf die Torlatte und von dort aus ins Aus. Bei der anschließenden Ecke von Dembélé kam über Umwege im Strafraumraum Piszczek zum Schuss und erneut war wieder ein Abwehrbein von Freiburg dazwischen und die Kugel ging knapp am Tor vorbei. Und auch die nächste Ecke brachte die nächste Tormöglichkeit – nachdem die Standardsituation ausgeführt wurde und der Ball fast schon verloren schien, kam Götze nach einem sauberen und fairen Tackling an den Ball, spitzelte diesen zu Schmelzer und der Kapitän probierte sein Glück aus der zweiten Reihe, schoss das Leder aber über das Tor. Dortmund war nun die klar dominierende Mannschaft gewesen und erhöhte von Minute zu Minute den Druck. Die Gäste, die die ersten 15 Minuten bestimmten, waren nun erst einmal damit beschäftigt, hinten in der Abwehr gut zu stehen und die „Null“ zu halten. Beim BVB lief der Ball nach 25 Minuten gut durch die eigenen Reihen; das Passspiel und die Zuspiele waren nun deutlich besser und auch in Sachen Kombinationsfußball konnte es sich mittlerweile sehen lassen, was die 11 schwarz-gelb gekleideten Spieler so fabrizierten. Es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis das 1:0 für den BVB fallen würde – die nächste Gelegenheit gab es dann über die linke Seite, wo ein BVB-Spieler stark angespielt wurde, im Strafraum das Leder zurücklegte und ein Defensivmann von Freiburg konnte in aller letzter Sekunde den Ball vor Mor, der schon zum Schussversuch ausholte, klären. In der 28. Spielminute köpfte Ginter das Leder nach einem Eckball knapp neben das Tor und Dortmund verzeichnete die nächste Chance. Der BVB hatte in den letzten Minuten viele Eckbälle, aber ein Tor sprang dabei nicht heraus und zu hundert Prozent waren die auch nicht gefährlich. Nach einer halben Stunde Spielzeit dominierte die Heimmannschaft das Spiel deutlich – vorallem Dembélé und Mor über die Außen, mit denen die Freiburger Abwehrspieler schon einige Mühen und Problemen hatten, waren immer gefährlich und waren an gut allen Angriffen beteiligt. Danach verflachte die Partie etwas und die Freiburger hatten die Sturm- und Drangphase des BVB´s überwunden, standen wieder deutlich sicherer und kompakter im Abwehrzentrum und tauchten selbst wieder vor Bürki auf. In der 35.Spielminute verlor Mor in der eigenen Hälfte den Ball bei der Annahme und Freiburg erspielte sich daraus eine Möglichkeit, die Petersen hatte, aber sein Schuss aus halbrechter Position im Strafraum, hielt Bürki stark und sicher. Das Dortmunder Spiel hatte sich etwas beruhigt und man spielte geduldig den Ball in den eigenen Reihen und lauerte auf Fehler des Aufsteigers. Freiburg blieb auch weiter konsequent bei seiner Linie, in dem weiter hoch und kompakt verteidigt und dem BVB früh beim Aufbauspiel gestört wurde. Dortmund schaffte es nicht mehr, gefährlich vor dem Tor zu kommen. In der 39.Spielminute gab es dann den ersten Aufreger in diesem Spiel – Dembélé traf zwar nach einem Zweikampf einen Freiburger am Fuß, spielte aber vorher den Ball; der Schiri pfiff dennoch Freistoß für die Gäste und zeigte Dembélé und das völlig zu Unrecht, die gelbe Karte. Der junge Dortmunder war mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden und klatschte höhnisch Beifall in die Richtung des Schiris, der ihn dann ermahnte und mit einem Feldverweis drohte. Zwei BVB-Spieler konnten den Franzosen dann beruhigen und besänftigen. In der Aktion hatte Dembélé etwas Glück, denn es gibt Schiris, die solche Aktionen mit dem „Beifall klatschen“ als Unsportlichkeit sehen und dafür eine Karte zeigen – und da der Offensivspieler aufgrund des Fouls, was der Schiri entschied, die gelbe Karte sah, hatte er ein bisschen Glück, dass er nicht die gelb-rote Karte sah. Hier ist natürlich BVB-Trainer Tuchel gefragt, der den jungen Borussen in dieser Hinsicht noch „erziehen“ und klar machen muss, dass er solche Blödsinnigkeiten zu unterlassen hat, weil er sonst somit dem Team schaden und schwächen würde. Interessant aber war, dass der BVB, gefühlt mit dem ersten Foul sofort die erste gelbe Karte sah. Die Gäste aus Freiburg hatten vorher schon das ein oder andere Mal ordentlich hingelangt, aber da zückte der Schiri keine Karte. Nach der Szene mit Dembélé wurde das Spiel in den darauffolgenden paar Minuten etwas hitzig und bei jedem Zweikampf zwischen Dortmund und Freiburg, der durch den Pfiff des Schiris wegen einem Foul unterbunden wurde, wurde zum Teil heftig diskutiert und auch die Dortmunder Fans waren mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen nicht einverstanden und brachten dies mit vielen Pfiffen zum Ausdruck. Durch die vielen, kleinen Fouls ging der Spielfluss ein klein wenig verloren. In der 41.Spielminute wurde Sokratis, gut 25 Meter vor dem Tor gefoult – den anschließenden Freistoß führte, aus zentraler Position, Aubameyang aus, aber die Kugel ging weit über das Tor. Und dann, wenige Augenblicke vor dem Halbzeitpfiff, fiel dann doch noch der erste Treffer an diesem Abend und alle schwarz-gelben Anhänger konnten die Führung bejubeln.

1:0 Aubameyang (45.Spielminute) – Über die linke Seite spielte Schmelzer seinen Kollegen Götze an, der den Ball perfekt zu Dembélé im Strafraum durchsteckte; der Franzose ging an seinen Gegenspieler vorbei und legte die Kugel quer, wo am zweiten Pfosten Aubameyang in den Ball hinein grätschte und die Kugel über die Torlinie drückte.

Das Tor kam genau zum bestmöglichen, richtigen Zeitpunkt und die Führung war für den BVB aufgrund der letzten sehr ordentlichen 30 Minuten mehr als verdient gewesen. Im 100.Bundesligaspiel für den BVB traf der Top-Stürmer zum 59.Mal – eine sehr starke Quote. In der Nachspielzeit, die eine Minute dauerte, passierte nichts mehr auf dem Rasen; der Schiri pfiff zur Halbzeit und der BVB ging mit einem knappen 1:0 in die Kabine.

Spielverlauf – Zweite Halbzeit
Mit Anstoß für die Schwarz-Gelben und ohne Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten. Der BVB spielte nun in Richtung der Südtribüne. Und im Gegensatz zu ersten Halbzeit, kam Dortmund stark aus der Kabine und versuchte früh mit dem zweiten Treffer nach zu legen. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Dembélé die erste Chance im zweiten Spielabschnitt – der Offensivspieler wurde auf der rechten Seite nach einem langen, hohen Ball angespielt, ging im Strafraum an seinen Gegenspieler spielerisch leicht vorbei, zog mit einem Gewaltschuss ab und zwang Freiburgs Keeper Schwolow zu einer starken Parade. Nur zwei Minuten später hätte Aubameyang fast die nächste Chance gehabt – erneut wurde ein Angriff über die rechte Seite herausgespielt; Dembélé hatte das gute Auge, legte die Kugel stark für Götze vor, der wiederum den Ball perfekt und mit einer Berührung zu Aubameyang weiterleitete, doch bevor der Gabuner zum Schuss ansetzte, wurde er von zwei Freiburger ziemlich hart angegangen und die zwei Abwehrspieler konnten den Ball klären. Der Dortmunder Stürmer musste daraufhin kurz behandelt werden, konnte aber die Partie fortführen. Der BVB machte von Beginn an der zweiten Halbzeit mächtig viel Druck und spielte auf das zweite Tor. Freiburg dagegen schaffte vorerst keine Entlastung und war erst einmal mit viel Defensivarbeit beschäftigt. In der 50. Spielminute spielte Götze, der insgesamt eine ansprechende Leistung ablieferte, das Leder zu Dembélé, der über die rechte Seite nach innen zog und auf das Tor schoss; die Kugel flog am Ende knapp über das Gehäuse. Drei Minuten später belohnte sich der BVB für eine starke Anfangsphase im zweiten Durchgang und erzielte, längst überfällig, den zweiten Treffer an diesem Abend.

2:0 Piszczek (53.Spielminute) – Jetzt wissen wir auch, warum Piszczek früher im Sturm spielte. Der Rechtsverteidiger leitete den Treffer selbst ein, in dem er auf halbrechter Position, gut 5 Meter vor dem Strafraum, Castro mit einem klasse Pass anspielte; Castro legte anschließend im Strafraum den Ball quer, wo ein Freiburger Abwehrspieler den Ball nicht gut klärte und Piszczek, der mit eingelaufen war in den 16er, bedankte sich für das „Geschenk“ und schoss das Leder aus wenigen Meter, wie im Stile eines Stürmers, in die Maschen.

Da war es gewesen, das schnelle zweite Tor, was für Ruhe im Dortmunder Spiel sorgen sollte. In den ersten gut zehn Minuten spielte der BVB groß auf, ließ den Gästen kaum Luft holen und Freiburg hatte vorerst nichts entgegen zu setzen. In der 55. Spielminute tauchte dann zum ersten Mal Freiburg wieder in die Nähe des Tores auf – Grifo prüfte Bürki mit einem Schuss von links auf Höhe der Strafraumkante, aber der Dortmunder Keeper konnte den Ball sicher parieren. Auffällig war, dass die Freiburger Hintermannschaft, wie auch schon in der ersten Halbzeit, viele Offensivaktionen der Borussen gerade so und teilweise in höchster Not klären konnten. So nach fast einer Stunde beruhigte sich das Spiel kurz etwas – Dortmund dominierte weiter das Spielgeschehen und spielte routiniert die Partie weiter. Aber dann, nach exakt 60 Minuten leistete sich die BVB-Hintermannschaft einen Fehler und die Gäste kamen zum etwas überraschenden Anschlusstreffer.

2:1 Philipp (60.Spielminute) – Ein lang gespielter Ball landete bei Haberer, der das Duell gegen Schmelzer gewann und auf Philipp weiterspielte; Ginter versuchte an die Kugel heran zu kommen, grätschte aber ins „Leere“ und so konnte Philipp über die halbrechte Position alleine auf das Tor laufen und verwandelte den Schuss ins linke untere Toreck und ließ Bürki keine Chance.

30 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war das Spiel wieder offen und der BVB kassierte mal wieder ein total unnötiges Gegentor. Auffallend ist, dass der Großteil der Gegentore, die der BVB bisher kassiert hat in dieser Saison, über die linke Abwehrseite fiel. Offensiv ist der BVB in dieser Saison top, aber in der Defensive hapert es noch ziemlich. Das Gegentor gegen Leipzig, gegen Mainz, gegen Wolfsburg und gegen Freiburg fiel immer über die linke Abwehrseite, wo Schmelzer „zu Hause“ ist – vorallem bei dem Gegentor gegen Wolfsburg und gegen Freiburg fragte man sich, wo da Schmelzer war. Die Schwachstelle bei Borussia Dortmund ist derzeit die linke Abwehrseite. Schmelzer war bei den Gegentoren viel zu weit vorne und zu weit aufgerückt; sein Stellungsspiel beim Duell gegen Haberer, der den Treffer einleitete, war nicht gut und hinten fehlte anschließend ein Außenspieler. Schmelzer spielt in dieser Saison hohes Risiko und lädt die Gegner immer wieder zu Angriffen und zu Toren über seine Seite ein, da der Dortmunder nicht da ist, wo er stehen soll, sondern sich ganz woanders befindet. Da Schmelzer im Offensivbereich nicht gut ist, darf er nicht so weit nach vorne rücken, sondern muss weiter im hinteren Bereich stehen, um die Defensivreihe mit zu stabilisieren. Auch Ginter sah bei dem Gegentreffer nicht gut aus, als er kläglich scheiterte, den Ball vor Philipp weg zu grätschen. Derzeit sind Ginter und Schmelzer die beiden, die in der Abwehr der Mannschaft insgesamt die meisten Sorgen bereiten und keine gute Figur abgeben. Man muss hoffen, dass Bartra schnell wieder fit wird und am BVB-Spiel teilnehmen kann.

In der 62.Spielminute sah dann endlich, aber viel zu spät, der erste Freiburger eine gelbe Karte. Eine Minute später hätte Freiburg dank eines Eigentores fast das 1:3 kassiert – nach einer schönen Hereingabe von Dembélé über rechts, köpfte Niedermeier das Leder zurück zum eigenen Keeper, der sich aber mächtig strecken musste, um an den Ball zu kommen und diesen zur Seite zu parieren; Aubameyang schaltete anschließend am schnellsten und schoss das Leder aus spitzen Winkel an den Außenpfosten und danach konnte Freiburg mit viel Glück den Ball aus der Gefahrenzone schlagen. Wenige Sekunden später wechselte Dortmund das erste Mal an diesem Abend aus – Pulisic kam für Mor in die Partie. Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich das Spiel wieder beruhigt und es gab vorerst kaum Strafraumszenen. Der BVB kontrollierte zwar weiter das Spiel, konnte aber kaum noch großen Druck ausüben, um die Freiburger in Bedrängnis zu bringen. Die Freiburger dagegen lauerten aufgrund des Ein-Tore-Rückstands auf Fehler der Borussen, um dann schnell nach vorne zu kontern und den Ausgleich zu erzielen. 20 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit sah Sokratis zu Unrecht die zweite gelbe Karte auf Dortmunder Seite, nachdem der Grieche zuerst von einem Gästespieler gefoult wurde. In der 71.Spielminute folgte der zweite Wechsel beim BVB – Guerreiro kam für Götze in die Partie, der unter viel Beifall von den Zuschauerrängen vom Platz ging. Insgesamt verfolgten im Tempel 80.800 Zuschauer die Partie – aus Freiburg kamen etwas mehr als 3.000 Menschen angereist. Eine Minute später hatten die Gäste die Chance zum Ausgleich – Bulut gewann auf der linken Strafraumseite mit einer einfachen Körperbewegung das Duell gegen Schmelzer, ging am BVB-Kapitän vorbei, schoss das Leder flach auf das Tor und Bürki verhinderte mit einer starken Parade den zweiten Gegentreffer. Zwar gab es nicht mehr so viele Chancen im Spiel, dennoch bestimmte der BVB weiter die Partie. Auffällig war, dass die Freiburger weiter mutig agierten, hoch verteidigten und dem BVB dazu zwang, oft hinten herum zu spielen und neu aufzubauen. In der 74.Spielminute gab es einen Konter auf Dortmunder Seite – Castro wurde angespielt und der Mittelfeldspieler lief nach vorne und wurde kurz vor der Strafraumgrenze wurde sein Schussversuch noch gerade so abgeblockt. Eine Viertelstunde vor Schluss war es trotz der Feldüberlegenheit der Borussen ein spannendes und vorallem offenes Spiel, da der Gastgeber nur mit einem Tor vorne lag. Der BVB-Keeper Bürki, der mit am Aufbauspiel beteiligt war, wurde des Öfteren von seinen Mitspielern angespielt, aber genau dann, wenn die Freiburger früh attackierten und drauf gingen. So kam Bürki manchmal in doch ziemlich brenzligen Situationen und konnte die entstandene Gefahr mit etwas Glück spielerisch lösen. In manchen Szenen wirkte aber Bürki ziemlich überheblich und gefährdete sein Team selbst vor Gegentore; man hatte so ein bisschen das Gefühl, dass ihm seine Top-Leistung vom Wolfsburg-Spiel etwas in den Kopf gestiegen ist. In der 76. Spielminute spielte Pulisic den Ball in den Strafraum, wo Aubameyang gedanklich schneller schaltete als sein Gegenspieler und die Chance roch; der Gabuner ging im Strafraum an Schwolow vorbei, täuschte beim ersten Mal den Schuss vor und beim zweiten Mal verzog er den Abschluss und die Kugel ging neben das Tor. Dortmund verpasste die Vorentscheidung und so konnten die Gäste aus dem Breisgau noch immer weiter hoffen, etwas Zählbares mit zu nehmen aus dem Ruhrgebiet. Die Dortmunder Spieler mussten derweil auch einiges einstecken, da die Freiburger zum Teil ziemlich hart in die Knochen gingen; vorallem Aubameyang bekam einiges auf die „Socken“, humpelte in der Schlussphase der Partie etwas, biss aber auf die Zähne und spielte durch. In der 77.Spielminute gab es eine gute Freistoßposition für Dortmund, aus gut 20 Metern Entfernung, halbrechte Spielseite; Guerreiro führte die Standardsituation aus und die Kugel flog aber weit über das Tor. Gut 10 Minuten vor Schluss verzeichnete der BVB zwar ein Plus in Sachen Torschüsse, nämlich 21:09, aber man lag nur mit 2:1 vorne. In der 80.Spielminute wechselte BVB-Trainer Tuchel das letzte Mal aus – Rode kam für Dembélé in die Partie. Somit agierten auf Dortmunder Seite drei defensive Mittelfeldspieler, die versuchen sollten, das Zentrum dicht zu machen, das Mittelfeld zu stabilisieren und den knappen Vorsprung zu halten. In den letzten Minuten entwickelte sich ein Kampfspiel und fünf Minuten vor Ende war die Partie vom Ergebnis her immer noch offen. Die Freiburger lauerten auf die eine Chance und der BVB versuchte, mit dem dritten Tor das Spiel endgültig zu entscheiden. Die Borussen machten es aber gut, in dem sie den Ball so lange wie möglich in den eigenen Reihen zu halten; somit konnte Freiburg nicht an den Ball kommen und der BVB konnte auf Zeit spielen. In der 87.Spielminute spielte Rode auf der rechten Seite Pulisic an, der das Leder in die Strafraummitte brachte und da klärte Niedermeier vor Aubameyang, der schon zum Abschlussversuch ansetzte, zur Ecke. Dortmund machte nun das einzig richtige, in dem man weiter nach vorne spielte, um so Freiburg weit vom eigenen Tor fern zu halten. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit flankte Rode das Leder über rechts hoch in den Strafraum, wo aber Aubameyang nicht an den Ball kam. Wenige Sekunden später hielt der vierte Offizielle die Anzeigetafel hoch und es wurden vier Minuten Nachspielzeit angezeigt. Und in der ersten Minute dieser Nachspielzeit machte dann der BVB, sehr zur Freude aller schwarz-gelben Anhänger, endlich den dritten Treffer und entschied somit die Partie für sich.

3:1 Guerreiro (91.Spielminute) – Ein „Bilderbuch-Tor“ – die schönsten Tore erzielt der BVB. Nach einem Einwurf von Schmelzer auf der linken Seite kam Castro an den Ball und spielte das Leder zu Gurerreiro; anschließend spielte man per traumhaften „One-Touch-Fußball“ weiter, in dem der Portugiese den Ball Weigl zuspielte; der junge Dortmunder leitete mit einer Ballberührung die Kugel zu Aubameyang, der per Hacke auf Castro ablegte und Castro wiederum für Guerreiro auflegte und dann war der Europameister frei durch und schoss das Leder auf der linken Hälfte des 16ers aufdas Gehäuse und der Ball landete halbhoch ins rechte Toreck.

Da war es endlich gewesen, das langersehnte dritte Tor und damit die Entscheidung in diesem Spiel. Und Dortmund, bei dem man die Befreiung bei jedem Spieler anmerkte, hatte noch nicht genug und Pulisic hatte in der 93.Spielminute noch die Möglichkeit zum vierten Treffer, aber sein Flachschuss aus halbrechter Position wurde von Schwolow gut pariert. Dies war auch die letzte Aktion in dieesr Partie gewesen und nach 94 Minuten pfiff der Schiri, der keinen allzu guten Job ablieferte, die Begegnung ab und Dortmund fuhr den vierten Sieg im fünften Ligaspiel der Saison 2016/2017 ein.

Freitagabend – Flutlicht im Tempel – Borussia Dortmund hat gespielt – Borussia Dortmund hat gewonnen – Schwarz-Gelbes Fußballherz, was willst du mehr.

Persönliche Notenvergabe
Bürki (3,5), Piszczek (2,5), Sokratis (3,5), Ginter (4,0), Schmelzer (3,5), Weigl (3,0), Dembélé (2,0), Castro (3,0), Götze (3,0), Mor (2,0), Aubameyang (2,5) / Pulisic (3,0), Guerreiro (2,0), Rode (3,0)

BVB-Spieler des Spiels
Dembélé = Ein tolles Spiel des jungen Offensivmann vom BVB. Der Sommer-Neuzugang vom französischen Klub Stade Rennes, spielte die Abwehr der Gäste etliche Male mit seinem Tempo, mit seiner Ballbehandlung und mit seinen Dribblings schwindelig. Dembélé wirbelte auf der linken Seite, leitete viele Angriffe ein, war maßgeblich an Chancen als Vorbereiter oder als Selbstschütze beteiligt und bereitete das 1:0 kurz vor der Pause klasse vor. Dem jungen Franzosen beim Fußballspielen zu zu sehen ist eine wahre Freude und ist schon mit seinen noch jungen 19 Jahren ein erstklassiger Kicker. Dembélé wird, wenn er auf dem Boden bleibt, weiter fleißig arbeitet, um ein noch besser Fußballer zu werden, verletzungsfrei bleibt, allen BVB-Anhänger noch viel Freude und Spaß bereiten.

Das nächste BVB-Spiel
Nach drei Spielen innerhalb von nur sechs Tagen, kann der BVB ein klein wenig verschnaufen und bestreitet die nächste Partie erst wieder am Dienstag, den 27.09.2016 um 20:45 Uhr. Und da trifft Borussia Dortmund im zweiten Spiel der Champions-League-Gruppenphase, zu Hause im Signal-Iduna-Park, auf die Königlichen aus Spanien, nämlich Real Madrid, der mit einem knappen und sehr späten 2:1-Erfolg gegen Sporting Lissabon in die Königsklassen-Saison startete.