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Alfred Kelbassa

Alfred Kelbassa, den alle nur "Freddy" riefen, wurde am 21. April 1925 in Gelsenkirchen-Buer geboren. Er begann seine Fußballkarriere 1933 in der Kreisklasse bei Schwarz-Weiß Bülse, bevor er zum SC Gelsenkirchen-Buer wechselte. Kelbassa war ein sportliches Multitalent. Und so hatte er seine ersten sportlichen Erfolge nicht als Fußballer, sondern als Leichtathlet. Er gewann 1942 die Deutsche Jugendmeisterschaft im Fünfkampf. Während des Krieges spielte er als Gastspieler bei Holstein Kiel und Fortuna Glückstadt, nach dem Krieg dann beim STV Horst-Emscher und Preußen Münster. 1947 und 1948 wurde er westdeutscher Meister im Fünfkampf (100 m unter 11 Sek., Weitsprung 6,60 m, Speer über 60 m). Folglich war er körperlich robust und gleichzeitig schnell, so dass sein Spiel insgesamt von einer ungeheuren Wucht geprägt war. Sein früherer Mannschaftskamerad Heinz Grzeszak von STV Horst Emscher sagte mal über ihn: "Der lief wie ein Pferd. Wenn ich den von hinten spurten sah, dann flogen immer kleine Grasbüschel hoch, wie mit Hufen setzte er auf."

Aber er beließ es nicht nur dabei, ein guter Sportler zu sein. Im August 1949 legte Kelbassa seine Prüfung als Diplomsportlehrer an der Sporthochschule Köln ab, doch seine Karriere als Fußballspieler ging Kelbassa vor.

Im Jahr 1954 landete er dann bei Borussia Dortmund. Kelbassa erhielt wie alle anderen einen Spielervertrag, der auf 360 DM im Monat plus "Leistungszulagen" pro Einsatz begrenzt war.

Kelbassa gehörte in der Oberliga West zu den Topstürmern dieser Klasse und führt zusammen mit Adi Preißler die "ewige Torschützenliste" der Oberliga an. 1957 und 1958 wurde er mit 30 bzw. 24 Toren Torschützenkönig der Oberliga West. Seine Stärken waren neben seiner Schnelligkeit eine gute Technik und ein knallharter Schuß, womit er immer gut für ein überraschendes und spektakuläres Tor war. Mit seiner Borussia wurde Kelbassa 1956 und 1957 Deutscher Meister.

Sepp Herberger berief er den damals schon 31jährigen Kelbassa 1956 erstmalig in die Nationalelf. Beim 4:1 Sieg über Belgien traf er einmal ins Schwarze. Insgesamt sechsmal trug Dortmunds Mittelstürmer zwischen 1956 und 1958 das Nationaltrikot und schoss dabei zwei Tore. Kelbassa nahm mit der DFB-Auswahl an der Fußballweltmeisterschaft 1958 in Schweden teil und belegte dort mit der Mannschaft den vierten Platz.

Im Oktober 1961 wurde er für sein 350. Oberligaspiel geehrt. Bis 1962 blieb er Stammspieler beim BVB, als Mittelstürmer, Rechtsaußen oder Mittelläufer. Mit Einführung der Bundesliga beendete Kelbassa seine aktive Laufbahn, weil er seine Arbeit als Angestellter beim Sportamt der Stadt Dortmund nicht mit dem Profisport vereinbaren konnte. Beim Sportamt war unter anderem für die Belegung und Nutzung der Sportstätten zuständig. Ein bekannter Dortmunder Fußballer erinnert sich noch recht gut an Kelbassas Arbeit. Er sagte mit einem Lächeln: "Der Freddy Kelbassa hat uns im Winter immer die Plätze gesperrt. Das hat der mit Absicht gemacht, weil er nicht mehr spielen durfte!"

Alfred Kelbassa starb am 11. August 1988 nach mehreren Schlaganfällen.



Beim BVB: 1954 - 1962

Größte Erfolge:
- Deutscher Meister 1956 und 1957 mit Borussia Dortmund

Auszeichnungen:
- Torschützenkönig der Oberliga West 1957 und 1958

Anzahl Spiele/Tore für den BVB in
- Europa-Pokal: 9/4
- Oberliga West: 183/114
- Endrunde Deutsche Meisterschaft: 20/14
Gesamt: 212/132