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Erich Schanko

Erich Schanko wurde am 4. Oktober 1919 in Dortmund geboren, somit also ein echter Dortmunder Junge.

Der linke Läufer wechselte 1947 von TuS Bövinghausen zu Borussia Dortmund. Hier konnte er sich schnell durchsetzen und stand mit den Schwarz-Gelben 1949 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. In der Hitzeschlacht von Stuttgart ging es vor 92.000 begeisterten Fußballfans gegen den VfR Mannheim, dem man unglücklich nach Verlängerung mit 2:3 unterlegen war. Zusätzlich büßte Schanko in diesem Spiel noch mehrere Zähne ein.

Der Deutsche Vizemeister, der in Dortmund ehrenvoll gefeiert wurde, holte sich erneut den Westtitel. Diesmal war Erich Schanko in 29 von 30 Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte erneut zwei Treffer. Auch in der Saison 1952/53 erreichte er in 29 Spielen und einem Tor mit der Borussia aus Dortmund erneut den Titelgewinn im Westen.

Trotz seines schon fortgeschrittenen Alters wurde Schanko zwischen 1951 und 1954 14 Mal in das deutsche Nationalteam berufen. Die Ära im DFB-Dress begann am 17. Juni 1951 in Berlin mit einem 1:2 gegen die Türken. Seinen letzten Einsatz kam er beim Qualifikationsspiel zur Fußballweltmeisterschaft 1954 im Saarland. Erich verhalf der deutschen Mannschaft zur WM-Teilnahme in der Schweiz, doch von Bundestrainer Sepp Herberger hörte er fortan nichts mehr. Dieser hatte nunmehr auf die Dienste des Fürther Karl Mai gesetzt.

Auch im Verein konnte Schanko nie einen ganz großen Erfolg verbuchen. Aufgrund von Verletzungen verlor er im Jahr von Dortmunds erster Deutschen Meisterschaft 1956 seinen Stammplatz. Zu seinen letzten 2 Einsätzen kam er in der Saison 1956/57.

Welchen Stellenwert Erich Schanko innerhalb der Mannschaft hatte, kann man an einer Geschichte zum Ende seiner Karriere sehen: Schanko hatte ab 1956 häufig mit Verletzungen zu kämpfen und verlor seinen Stammplatz in der späteren Meisterelf. Der BVB stand kurz vor dem Endspiel um die deutsche Meisterschaft in Berlin, Gegener war der Karlsruher SC (4:2 Sieg für den BVB und Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft). Schanko war zu diesem Zeitpunkt kein Stammspieler mehr, aber immer noch ein wichtiger Teil der Mannschaft. Im Berliner Trainingslager teilte der Vorstand Erich Schanko mit, dass er gekündigt sei (vor einem Endspiel). Die Mannschaft stellte sich geschlossen hinter Schanko und rebellierte. Der Vorstand beugte sich dem Druck und sein Vertrag wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Außerdem wurde er als 12. Mann in die damalige Prämienregelung eingeschlossen.

Verbittert über solche Dinge war Schanko aber nie. Vielmehr ging er an der Seite seiner vor einigen Jahren verstorbenen Ehefrau Erna, mit der er ein halbes Jahrhundert verheiratet war, fröhlich durchs Leben. Ihre Gesangs-Auftritte in der großen BVB-Familie sind vielen noch in bester Erinnerung. Das Ehepaar Schanko lebte liebenswert mit unserer Borussia.

Erich war Jahrzehnte nach der aktiven Laufbahn in der BVB-Traditionsmannschaft und dem Ältestenrat des Vereins. Sein ruhiges und stets bescheidenes Wesen machten ihn zu einem der beliebtesten Männer rund um die Borussia. Selbstverständlich war er Ehrenmitglied des Vereins.

Am Morgen des 14. November 2005 ist er als einer der populärsten Spieler von Borussia Dortmund im Alter von 86 Jahren in einem Pflege- und Seniorenheim in Kamen verstorben. Ein Stück des Vereins, eine große Persönlichkeit, ist mit Erich Schanko von uns gegangen.



Beim BVB: 1947 - 1957

Größte Erfolge:
Westdeutscher Meister 1949, 1950, 1953, 1956, 1957 mit Borussia Dortmund

Anzahl Spiele/Tore für den BVB in
- Oberliga West: 208/11
- Endrunde um die Deutsche Meisterschaft: 12/0
- Europa-Pokal: 1/0
- DFB-Pokal: 1/0
Gesamt: 222/11

Anzahl Spiele/Tore für die Deutsche Nationalmannschaft: 14/0