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Stephane Chapuisat

Stéphane Chapuisat wurde am 28. Juni 1969 in Lausanne, Schweiz geboren und ist einer der erfolgreichsten Schweizer Fußballspieler überhaupt.

Chappi begann seine Karriere 1987 bei Lausanne Sports, wo er bald die Schweizer Torschützenliste anführte und in der Schweizer Fußballnationalmannschaft debütierte.

Im Jahr 1991 wechselte Chapuisat in die Fußball-Bundesliga zu Bayer Uerdingen, wo er in 10 Spielen 4 Tore erzielte. Im selben Jahr holte ihn Ottmar Hitzfeld zu Borussia Dortmund. Dort schoss er gleich im ersten Jahr 20 Tore in 37 Spielen und wurde schnell zum Publikumsliebling. Er trug das Trikot mit der Nummer 9. Mit den 20 Toren belegte er Platz 2 in der deutschen Torschützenliste und schoss damit die Borussia zum Vizemeister.

1993 trug er maßgeblich zum Erreichen des UEFA-Cup-Finales gegen Juventus Turin bei. Im Jahr 1994 gelangen ihm in 30 Bundesligaspielen 17 Tore und er spielte mit der Schweiz bei der WM 1994, wobei er im Gruppenspiel gegen Rumänien das 2:1 schoss.

Trotz eines Kreuzbandrisses im Jahr 1995, den sich Chapuisat im Training zuzog, gelangen ihm 12 Tore in nur 20 Spielen, und er war damit am Gewinn der Deutschen Meisterschaft von Borussia Dortmund in der Saison 1994/1995 maßgeblich beteiligt. Durch den Riss des Kreuzbandes verpasste er die gesamte Qualifikation für die EM 1996. Obwohl er in der Saison 1995/1996 nur 3 Tore in 17 Spielen erzielte, wurde er schließlich bei der Endrunde eingesetzt.

1997 folgte sein Höhepunkt im Fußball:
Mit Borussia Dortmund gewann Chapuisat die UEFA Champions League, im Finale im Münchner Olympiastadion wurde Juventus Turin mit 3:1 besiegt. Unvergessen bleibt seine Fallrückzieher-Vorlage zum Kopfballtor von Karlheinz Riedle im Viertelfinale gegen den damaligen französischen Meister AJ Auxerre. In der Bundesliga-Saison 1996/97 gelangen Ihm in 30 Spielen noch 13 Tore. In der Saison 97/98 schoss er 14 Tore in 27 Bundesliga Spielen und gewann den Weltpokal in Tokio, wo der BVB Belo Horizonte mit 2:0 besiegte. Außerdem erreichte Borussia Dortmund das Champions-League Halbfinale. Im Viertelfinale hatte Dortmund 2 Spiele mit Mann und Maus gegen Bayern München verteidigt, Bayern war drückend überlegen. Doch im Rückspiel schoss er in der Verlängerung das 1:0 (Hinspiel 0:0). Das Tor brachte Bayern Präsident Franz Beckenbauer zur Weißglut und den BVB ins Halbfinale gegen Real Madrid. Das Halbfinale ging ebenfalls in die Geschichtsbücher ein, denn kurz vor Spielbeginn hatten Madrid-Fans ein Tor zum Einstürzen gebracht. Das Spiel wurde mit anderthalbstündiger Verspätung angepfiffen und Dortmund schied nach einem 0:2 aus (Rückspiel 0:0). In seinem letzten Jahr bei Borussia Dortmund 1999, in dem ihm noch 8 Tore und 3 Vorlagen für den BVB gelangen, wechselte er zurück in die Schweiz zu den Grasshoppers Zürich.

In seinen 228 Bundesligaeinsätzen erzielte er 106 Tore und kassierte 21 Gelbe Karten. Damit ist er hinter Giovane Elber der zweiterfolgreichste ausländische Torschütze in der Bundesliga aller Zeiten.Chappi war einer der beliebtesten und sympathischsten Dortmunder Stars der 90er Jahre.

Von 1999 bis 2001 spielte er für die Grasshopper Zürich. 2002 wechselte er schließlich zu den Young Boys Bern. In der Saison 2003/2004 wurde er mit den Young Boys Bern sogar nochmal Schweizer Vizemeister. Trotz seines Alters blieb Chapuisat lange eine Stütze in der Nationalmannschaft. Sein 100. Länderspiel bestritt er im Juni 2004 gegen Deutschland. Sein 103. und letztes Länderspiel folgte im selben Monat bei der EM 2004 gegen England. Nach der EM 2004 gab Chapuisat seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt. In seinen 103 Länderspielen gelangen ihm 21 Tore.

Am 29. Mai 2005 spielte Chapuisat sein letztes Spiel für die Young Boys Bern gegen den FC Schaffhausen. Er traf dabei zum 1:0 (Endstand 4:1). Zur Saison 2005/2006 wechselte er trotz angekündigtem Rücktritt überraschenderweise zu seinem Stammverein FC Lausanne-Sport.

Nach seinem Rücktritt vom aktiven Fussball, wurde Stéphane Chapuisat am 10.Januar 2007 von der Stiftung SOS-Kinderdorf und der FIFA zum "FIFA für SOS-Kinderdörfer"-Botschafter ernannt.



Beim BVB: 1991 - 1999

Größte Erfolge:
Weltpokalsieger 1997 mit Borussia Dortmund
Champions League-Sieger 1997 mit Borussia Dortmund
2 * Deutscher Meister 1995 und 1996 mit Borussia Dortmund
2 * Deutscher Supercup 1995 und 1996 mit Borussia Dortmund

Anzahl Spiele/Tore für den BVB in
- Bundesliga: 218/102
- Europa-Pokal: 45/15
- DFB-Pokal: 13/5
Gesamt: 276/122

Anzahl Spiele/Tore für die Schweizer Nationalmannschaft: 103/21

Schweizer Fussballer des Jahres 1992, 1993, 1994, 2001