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Es gibt bei den Abwanderungsplänen von Henrikh Mkhitaryan einige Parallelen zu dem geforderten, damals auch fast erzwungenen Wechsel von Robert Lewandowski. Erstmal, dass es der Berater ist, der den Wechsel zu forcieren versucht. Natürlich vollkommen uneigennützig, denn der Berater kriegt einen Teil der Ablösesumme als Vermittlerprovision. Aber das lassen wir jetzt einfach mal stehen. An erster Stelle steht nämlich immer der Wunsch des Objektes der Begierde: Dem Spieler. Wie Robert damals hat angeblich auch Henrikh einen unbedingten (und dem vernehmen nach, unverhandelbaren) Wunsch, den Verein zu wechseln. So weit, so gut.

Der BVB überlegt, die Sache so anzugehen, wie in der Causa RL9 im Jahre 2013. Auf die Ablöse verzichten, den Mehrwert einstreichen, den er bringt, wenn er ein weiteres Jahr für uns spielt, anschließend ziehen lassen, gut ist. In seinem Fall war das eine sinnvolle Entscheidung. Lewandowski ist ein gewissenhafter Profi, der seinen Job tut, egal, was passiert. Und die damals gebotene Summe wurde definitiv aufgewogen durch einen souveränen zweiten Platz und den Einzug ins CL- Finale. Alles Faktoren, die viel Geld in die Kassen spülen.

Im Falle von Mkhitaryan sehe ich die Sache etwas anders: Erstens hängt unser Erfolg nicht so sehr von ihm alleine ab, wie von Lewy vor einigen Jahren. Wir sind in einer Position, in der wir in ziehen lassen können, sein Verlust ist kompensierbar: Wir haben ja jetzt schon einige vielversprechende Spieler verpflichtet. Natürlich wäre es schöner, wenn sich Dembélé und Mor an einem erfahrenen Rechtsaußen orientieren könnten, was es übrigens schade macht, dass Bellarabi trotz großzügigem Angebot nicht von der Werkself aus Leverkusen loszueisen ist. Aber selbst ohne ihn gibt es genug Spieler, die die Jungs an die Hand nehmen und aufbauen können. Schließlich kommt jetzt auch Herr Blaszczykowski von seiner Exkursion nach Italien zurück und spielt in Frankreich gerade ein grandioses Turnier.


Zweitens behaupte ich, dass Miki wahrscheinlich nicht seine volle Leistung abrufen wird. Was nicht unbedingt ihm direkt anzulasten ist, aber man hat gesehen, dass ihm Unzufriedenheit aufs Gemüt schlägt. Also selbst, wenn er von der Einstellung her voll dabei ist, wird dieser Umstand die Handbremse anziehen. Er kostet uns also wahrscheinlich sogar noch sportlichen Erfolg und somit Geld, sollte es so kommen, dass er nur halbherzig spielt. Ich könnte mich täuschen, aber ehrlich gesagt will ich es gar nicht erst so weit kommen lassen. Das Risiko ist einfach zu groß.

Das heißt, wir haben jetzt die Gelegenheit, bei überschaubarem sportlichen Verlust unseren effektiv zweitteuersten Einkauf der Vereinsgeschichte* mit einem Plus von aktuell über 10 Millionen Euro abzugeben. Ich finde, die Gelegenheit sollte genutzt werden. Laut "The Guardian" ist die Sache so oder so durch, da ManU das Angebot auf 30 Millionen Pfund (36,9 Millionen Euro) erhöht hat. Das würde unsere Transferbilanz auf ein Plus von 55 Millionen Euro pushen. Und damit könnten wir uns dann sogar einen noch etwas wertvolleren 7er leisten. Andere Mütter haben schließlich auch talentierte Rechtsaußen.

Schwarzgelbe Grüße,

Daniel

*Márcio Amoroso: 25,5 Millionen Euro Ablöse im Jahre 2001. Inflationsbereinigter Zeitwert: 49,9 Millionen Euro.