Sich an Jürgen Klopp messen lassen zu müssen, war für Thomas Tuchel sicher mit gemischten Gefühlen verbunden, als er im Sommer 2015 dessen Nachfolge als Trainer der Borussen antrat. Sowohl Fans, als auch Verantwortliche des BVB blickten erst einmal in eine eher ungewisse Zukunft. Wie wird es werden? Niemand wusste so wirklich, wie schnell sich das Zusammenwachsen von Trainer und Mannschaft realisieren lassen würde. Dies vor allem auch im Hinblick darauf, dass Tuchel bis zu diesem Zeitpunkt im Profifußball lediglich Trainererfahrung beim FSV Mainz 05 aufweisen konnte. 

Trotz fehlender Titel eine starke Saison

Jetzt, ein Jahr später, kann der BVB trotz fehlender Titel auf eine richtig starke Saison zurückblicken. Thomas Tuchel verfolgt von Anfang an die Strategie, jeden einzelnen Spieler  im Hinblick auf seine ganz eigenen Qualitäten zu unterstützen und zu fördern. Hiervon profitiert die gesamte Mannschaft. Vielleicht ist es auch seine bescheidene Art, die überzeugt. Großen Wert legt der Trainer auf Ballsicherheit und vermeidet, anders als es Klopp tat, stark emotionale Ausbrüche. So zeigt der BVB heute auch nach außen hin ein ruhigeres Bild. Thomas Tuchel ist es wichtig, dass nicht auf Teufel komm heraus seine eigenen Ideen umgesetzt werden. Das Machbare zu realisieren und die Qualitäten der einzelnen Spieler in die entsprechende Richtung zu optimieren, ist sein Anspruch. Für die Buchmacher ist der BVB auch in der kommenden Saison ein Anwärter auf die Meisterschale. Bei Wettanbietervergleichen.com werden die Anbieter einmal genauer unter die Lupe genommen.

Das Team im Fokus

Tuchel nimmt sich selbst zurück. Für ihn steht das Team klar im Mittelpunkt. Sein gewünschtes Ziel, die Borussen zum Sieg im DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München zu führen, konne er am Ende nicht realisieren. Dennoch kann sich das Saisonfazit sehen lassen. Befand sich Borussia Dortmund vor einem Jahr noch in einer eher desolaten Lage, war es dann Thomas Tuchel, der die Mannschaft in die Champions League brachte. Und die spielt unter ihrem neuen Trainer einen anderen Fußball. Einen, der so gar nicht mehr die Handschrift des Jürgen Klopp trägt, aber in vielen Fällen als durchaus erfolgreicher bezeichnet werden kann. Und so ist es denkbar, dass in der nächsten Saison den Bayern sprichtwörtlich die Lederhosen ausgezogen werden können.

Der ehemalige Mainzer darf stolz sein. Stolz auf sich und stolz auf eine Mannschaft, die ihn von Anfang an gut aufgenommen hat. So Thomas Tuchel selbst. Mit ihm hat der BVB einen Trainer gewonnen, der nicht nur durch fachliche Kompetenz, sondern auch durch seine sympathische Art überzeugt. Es bewahrheitet sich hier einmal mehr der alte Spruch, dass nicht immer die Lauten stark sind, nur weil sie lautstark sind. Borussia Dortmund jedenfalls scheint der im Vergleich mit Jürgen Klopp deutlich leisere Thomas Tuchel wirklich gut zu tun.